Baarer Repräsentanten beim Zürcher Sechseläuten

  26.03.2025 Gesellschaft

Beim diesjährigen Sechseläuten tritt der Kanton Zug als Gastkanton auf. Er wird sich mit einer umfassenden Ausstellung auf dem Lindenhof sowie zwei Umzügen präsentieren. Mit von der Partie sind auch Baarer Vereine und Politgrössen.

RAHEL HEGGLIN

«Der Auftritt des Gastkantons Zug am Sechseläuten soll eine einmalige Gelegenheit bieten, die Region und ihre Besonderheiten einem breiten Publikum zu präsentieren und bleibende Eindrücke zu hinterlassen», sagt Remo Hegglin vom Organisationskomitee. Zusammen mit fünf anderen Personen und gelegentlichen Beisitzern des Kantons, arbeitet er seit rund einem Jahr für den Zuger Auftritt am Zürcher Sechseläuten. Insgesamt stellt der Kanton Zug aus dem Lotteriefonds ein Budget von 500’000 Franken zur Verfügung.

Interaktiver Ausstellungspark
Die offizielle Eröffnung der Zuger Ausstellung findet am Freitagabend, 25. April statt und ist bis zum Ende des Sechseläutens am Montagabend für die Bevölkerung geöffnet. Diese Ausstellung wird nicht wie ein klassisches Museum gestaltet. Vielmehr entsteht ein offener, interaktiver Ausstellungspark unter dem Motto «Kirschen, Krypto und Klischees». «Fahren hier wirklich alle Porsche, wohnen hier wirklich nur reiche Leute, und wird hier wirklich so viel mit Bitcoins bezahlt? Die Ausstellung zeigt auf, wo diese Vorurteile herkommen und wie viel wahrer Kern in ihnen steckt», sagt Landammann Andreas Hostettler. «Die Inhalte werden so aufbereitet, dass sie durch interaktive Elemente auch ein jüngeres Publikum ansprechen und durch neue Sichtweisen selbst Zugerinnen und Zuger überraschen werden», erklärt Hegglin. Ergänzend zur Ausstellung werden in einem Shop kulinarische Zuger Spezialitäten und Kunsthandwerk zum Kauf angeboten.

Umzüge
Am Sonntag folgt der Kinderumzug, bei welchem 170 Personen aus dem Kanton Zug mitlaufen. Dabei sind auch die Jungtambouren Baar/Hünenberg, die Chindergäuggel Baar sowie die Fröschezunft Ebel. Der grosse und traditionelle Umzug «Zug zum Feuer» findet am Montag statt. Mit mehr als 300 Teilnehmenden bildet der Kanton Zug die Spitze dieses Umzugs. Jede der elf Gemeinden wird mit Gruppierungen vertreten sein, angeführt von der jeweiligen Gemeindepräsidentin oder dem Gemeindepräsidenten als Fahnentragende. Der Baarer Gemeindepräsident Walter Lipp freut sich bereits auf seine Aufgabe: «Es ist eine Ehre, die Baarer Delegation anzuführen. Ich bin zum ersten Mal dabei.» Hinter ihm werden Mitglieder der Jungtambouren Baar/Hünenberg, der Fasnachtsgesellschaft Faschall aus Allenwinden, der Fröschezunft Ebel und der Fasnachtsgesellschaft Baar laufen.

Bunt muss es sein
Für Hegglin, welcher für die Zusammensetzung der Umzugsteilnehmenden verantwortlich ist, bestand die Herausforderung darin, eine repräsentative und ästhetisch ansprechende Gruppierung zu schaffen. «Mir war wichtig, dass unsere Delegation farbenfroh und divers daherkommt.» Mit welchem Tenü die Fasnachtsgesellschaft Baar dazu beiträgt, verrät der Präsident Markus Häfliger: «Der Räbegäuggel ist unsere Symbolfigur. Ein freundliches, verspieltes Wesen, gehörnt und mit Schellen gekrönt, erscheint es entweder blau-weiss oder rot-weiss.» Mit gelb-blauen Farbtupfern wird der Gemeindepräsident Lipp seinen Beitrag leisten. Er will die Socken mit dem Schul-Motto «unverwechselbaar», zusammen mit einem Anzug tragen. «Solange niemand Gummistiefel trägt, ist alles in Ordnung. Solche sind nämlich gemäss Vorgaben des Zentralkomitees der Zürcher Zünfte nicht erlaubt. Es sei denn, sie sind Bestandteil des Sujets», erklärt Hegglin.

Wird es ein guter Sommer?
Der Umzug verläuft durch die Stadt Zürich und endet auf dem Sechseläutenplatz, wo die Verbrennung des Bööggs stattfindet. Das Anzünden des grossen Scheiterhaufens wird Landammann Hostettler überlassen: «Ich freue mich riesig, dass mir diese Ehre zuteil wurde.» Brennt der Scheiterhaufen, galoppieren Reiter um das Feuer und warten darauf, dass der Kopf des Bööggs, in Form eines Schneemannes, explodiert. Je früher dies geschieht, desto schöner soll der Sommer werden. Hegglin hat bereits eine Ahnung, wie schnell dies gehen könnte: «Zündet man den Böögg an der richtigen Stelle an, explodiert er schon nach fünf Sekunden.» Etwas präziser wird da Häfliger: «Ich hoffe auf einen angenehmen Sommer und tippe auf 12 Minuten und 24 Sekunden.» Ein etwas düsteres Bild zeichnet der Baarer Gemeindepräsident: Er tippt auf 35 Minuten 45 Sekunden. Wie lange es effektiv dauert, werden wir am Montag, 28. April ab 18 Uhr erfahren.


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