Baar on Ice: Ein toller Start und ein Versprechen für die Zukunft

  25.02.2026 Gesellschaft

Auf dem Parkplatz des Lättich-Schwimmbades installierte Zug Sports eine Eisanlage. Das Angebot nutzten viele Menschen, in einem Punkt müssen die Organisatoren aber über die Bücher.

MARCO MOROSOLI

Ältere Semester mögen sich noch an die Eisfläche auf dem Löschweiher der Brauerei Baar im Gebiet Lättich erinnern. Dort entstand im Jahre 1953 der Baarer Schlittschuhklub, dessen Organisation im Jahre 1967 im Eissportverein Zug aufging.

So gesehen war Baar on Ice, das vom 20. Dezember 2025 bis zum 15. Februar 2026 stattfand, eine Rückkehr zu den Wurzeln. Mit einem Unterschied: Die Eisfläche des aktuellen Events war ein künstliches Erzeugnis. Der Untergrund ist ein Parkplatz unmittelbar südlich der Fussballfelder im Gebiet Lättich innerhalb der Gemeinde Baar. Die Organisation der Veranstaltung übernahm die im Kanton Zug bekannte Unternehmung «Zug Sports». Diese hat schon an vielen Orten bewiesen, dass ihre Objekte funktionieren.

Daniel Schärer, er ist das öffentliche Gesicht von Zug Sports, zieht denn auch ein positives Fazit zur Premierensaison von Baar on Ice: «Es war eine gefreute Sache.» Die 375 Quadratmeter grosse Eisfläche nutzten die Besuchenden zum Schlittschuhfahren, Eisstockschiessen und für einen Hockey-Cup.

Der Kopf von Zug Sports sagte im Anschluss an die Winterveranstaltung, dass er viele positive Rückmeldungen erhalten habe. Für alle Schlittschuhgänger sei Baar eine Alternative für den «Herti Zauber» in Zug gewesen, der heuer ebenfalls zum ersten Mal vor der OYM-Hall stattfand. Schärer schwärmte auch von der guten Eisqualität bei Baar on Ice. Diese profitiert von zahlreichen Bäumen in der unmittelbaren Nähe der Eisfläche. Sie verhindern ein schnelles Schmelzen der Eisfläche.

Punkten konnten die Baarer Eismacher wohl auch mit dem Eintrittspreis. In Baar kostete der Eintritt zum Schlittschuhlaufen fünf Franken. In Zug lag dieser bei acht Franken.

Positive Rückmeldungen aus Baar
Alles in allem kommt der Denker und Lenker Schärer von Zug Sport zur Erkenntnis: «Das Projekt wird geschätzt.» Er erwähnt zudem die sehr gute Zusammenarbeit mit dem lokalen Gewerbe vor Ort. Dieser Umstand habe auch sehr viel zum Gelingen der Mini-Eisbahn in Baar beigetragen.

In einem Bereich räumt der Zug-Sports-Promoter aber Verbesserungspotenzial ein: in der Gastronomie. Deren Ergebnis habe das Gesamtprojekt finanziell belastet. Schärer sagt im Gespräch: «Hier müssen wir andere Lösungen suchen.» In welche Richtung diese Mission geht, vermag der Event-Profi aus Zug jedoch noch nicht zu sagen.

Unabhängig von dieser Suche nach optimalen Konzepten lässt sich Schärer aber entlocken: «Wir planen ein zweites Baar on Ice, vorausgesetzt, dass die für die Bewilligungen zuständigen öffentlichen Körperschaften positiv ausfallen.»

Der Mann hinter der Organisation von Zug Sports macht dann noch ein Versprechen für die Zukunft: Baar bleibe sein «on Ice» erhalten. Die Idee geht sogar so weit, dass eine Ausrichtung bis zum Winter 2029 anzustreben ist.

Schärer verspricht, dass es im Kanton Zug bald noch mehr Eis geben wird. Die Rede ist hierbei vom Projekt «Ägeri on Ice» im Gebiet Birkenwäldli in der Gemeinde Unterägeri. Dieses gab es bereits seit Mitte der 2010er Jahre. Im Winter 2024 / 2025 mussten die Verantwortlichen wegen Unbrauchbarkeit des viele Jahre genutzten Gebietes die Reissleine ziehen.

Viel Lob auch aus der Baarer
Baars Gemeindepräsident Walter Lipp äussert sich auf Anfrage so: «Das Projekt war aus Baarer Sicht ein voller Erfolg. Wir können uns eine weitere Zusammenarbeit mit dem Projekt sehr gut vorstellen.» Erste Gespräche seien, so Lipp, sehr gut verlaufen. Lipp ergänzt dann noch: «Wir freuen uns auf ein gemeinsames Miteinander.» Schärer und Helen Blaser von Zug Sports hätten das Projekt mit «Herzblut umgesetzt», und dafür gebühre ihnen «ein grosses Dankeschön».

Die Eis-Promotoren weiten das Angebot aus
Jetzt streben die Macher von Zug Sports eine Wiedereröffnung von «Ägeri on Ice» an. Wie Schärer erklärt, soll es im kommenden Winter eine Wiedereröffnung an einem anderen Ort geben. Er ist bei dieser Veranstaltung aber nicht mehr die treibende Kraft, wie er im Gespräch erklärt. Das bewährte Konzept dürfte exportiert werden.

Das bedeutet, dass der Standort Baar nunmehr längerfristig gegeben ist. Damit könnte es im kommenden Winter eine Premiere geben: Eisflächen in Unterägeri, Baar, Cham und Zug. So viel Eis war im Kanton Zug noch nie.


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