Die Schule Sternmatt 1 präsentiert sich neu

  07.10.2026 Schule/Musikschule

Schule Nach vierjähriger Bauzeit konnte dieses Schulhaus am 26. September mit einem unterhaltsamen Programm feierlich eröffnet werden. Zuvor hatten die Baarer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger 2017 einen Wettbewerbskredit genehmigt, dem 2020 ein Planungskredit folgte. Letztlich stimmte der Souverän im September 2021 an der Urne der Summe von 49,11 Mio Franken für die Ausführung der Um- und Neubauten zu.

ERNST BÜRGE

Ein Bläserensemble der Musikschule Baar eröffnete die Feier. Bei legendärem Baarer Festwetter konnte Gemeindepräsident Walter Lipp eine ansehnliche Besucherschar begrüssen, unter ihnen auch Regierungsrat Stephan Schleiss, Bildungsdirektor des Kantons Zug. Er freute sich, mit dieser neuen Schullandschaft der Bevölkerung und den Kindern eine zeitgemässe Investition vorstellen zu können.

Das «Schuldorf» wird vorgestellt
Für Schulpräsident Vital Hotz besteht Sternmatt 1 nicht nur aus Schulzimmern. Viele weitere Räume tragen zum Wohl der Schülerinnen und Schüler bei. Lobend erwähnte er die gute Zusammenarbeit aller beteiligten Abteilungen der Gemeinde, die zum guten Gelingen des Werks beitrugen. Nun sind alle Räume mit Leben zu füllen nach dem Motto der Baarer Schulen «Wir bilden, wir begeistern!»

Die Vorsteherin von Liegenschaften/Sport, Gemeinderatsvizepräsidentin Sonja Zeberg-Langenegger, ist mit ihrer Abteilung zuständig für den Unterhalt der Gebäude. Sie achtete besonders auf die Funktionalität, den Einbezug von Lagerräumen. Nicht zuletzt sollen auch Vereine Räume und Turnhallen nutzen können.

Bauchef Zari Dzaferi begleitete diese Schulhausbauten ab 2023, seine Vorgänger Paul Langenegger und auch Jost Arnold hatten sich schon früher mit diesem Projekt befasst. Die Schule Sternmatt wurde nach einem Wettbewerb von 1952, den die bekannten Architekten Hafner + Wiederkehr aus Zug gewannen, erstellt und 1957 mit einem zweitägigen Fest eingeweiht. Da die Anlage unter Denkmalschutz steht, galt es vieles zu beachten, um Neues und Altes miteinander zu verbinden. Beim Bauen kam manch Unvorhergesehenes zutage. So mussten auch zusätzliche Dämmungsmassnahmen ergriffen werden. Darunter fallen beispielsweise 1’418 Quadratmeter Foamglas-Dämmung und 2’230 Quadratmeter Silentplatten für die Raumakustik. Am Bau waren um die 50 Unternehmen in verschiedensten Arbeitsgattungen beteiligt.

Segen für die Schule und für all ihre Benutzer
Mit dem Eurovisionssignet des Bläserensembles begann die Eröffnungszeremonie. Manuel Bieler, reformierter Pfarrer, sah hier in seinen Gedanken vor allem Raum, Denkraum, Sozialraum und auch eigenen, persönlichen Raum für alle, die in diesen Gebäuden wirken. Der Priester Andreas Stüdli segnete alle, dass die Räume erfüllt seien mit Lachen, mit Frieden, Freude und gegenseitigem Respekt.

Die Schüler übernehmen
Eine fröhliche Schülerschar, blau gekleidet, trat mit Gesang in verschiedenen Sprachen und Musik und Tanz auf den Platz. Besonders erfreute ihr Refrain: «Es git nur eis – Sternmatt 1!»

Für Rektor Paul Stalder ist die Bauzeit nun vorbei. Planer, Baumaschinen, Arbeiter – sie alle traten nun zur Seite. Jetzt erfüllt Leben die Schule Sternmatt 1. Doch statt wie üblich bei einer Eröffnung ein Band zu durchschneiden, kamen von allen Gebäuden her fünf Schülergruppen mit farbigen Bändern. Sie symbolisierten die fünf Gebäude «Schule», «schulergänzende Betreuung», «Atelier», «Schulküche», «Aula und Sporthalle». Gemeinsam schlangen Kinder, Gemeinderäte und Rektor die Bänder um einen Ring, um so das Ganze zusammenzuhalten. Präsident Lipp wandte sich an die Schüler: «Jetzt gehört das Schulhaus euch, habt Sorge dazu!» Mit Dank an alle Beteiligten von Bau, Planung, Schule und Behörden beschloss er diesen Teil und lud zum Apéro ein.

Fröhlicher Ausklang
Barockklänge begleiteten das weitere Zusammensein. Das Fest ging noch weiter, an verschiedenen Ständen konnte man sich verpflegen und den Tag geniessen. Verschiedene Baarer Musikgruppen spielten auf, und die junge Gruppe «Floor Force» zeigte meisterhaften Break Dance. Mit Hans Peter Bart und Gérard Huber sassen auch zwei Männer an einem Tisch, die schon 1957 als Zweitklässler die erste Einweihung erlebt hatten. Ihr damaliger Klassenlehrer war der spätere Regierungs- und Ständerat Andreas Iten. Da die Sternmatt damals für die Oberstufe gebaut war, blieben sie vorerst im Marktgass-Schulhaus, um später in die Dorfmatt im Untergeschoss in der «Bärenhöhle» unterrichtet zu werden. Erst in der Sekundarschule zogen sie dann ins noch neue Haus ein. Noch manch weitere Anekdote machte da und dort auf dem Platz die Runde, so ganz nach dem Motto «weisch no!»


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