Ein sicherer Winterdienst ist eine Gemeinschaftsaufgabe
28.01.2026 RathauspostDer Werkdienst sorgt im Winter für schneeund eisfreie Strassen. Damit dies gelingt, sind auch Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer gefordert.
Wenn es im Winter schneit und eisig kalt wird, ist der gemeindliche Werkdienst gefordert. Zwischen 3 und 4 Uhr morgens wird der Pikettverantwortliche des Werkdienstes von der Securitas aufgeboten. Anschliessend erfolgen – je nach Pikettgruppe – die Aufgebote der weiteren Mitarbeitenden. Das Ziel besteht darin, die Strassen bis zu den Hauptverkehrszeiten gegen 7 Uhr möglichst schnee- und glatteisfrei zu machen. Am Abend werden die Einsätze in der Regel bis zirka 22 Uhr weitergeführt.
Insgesamt sorgt ein Team von 26 Personen – einerseits Mitarbeitende des Werkdiensts, andererseits Landwirte und Gartenbauunternehmen – für schneefreie und sichere Strassen. Dabei wird nach einer Priorisierung vorgegangen. Zuerst werden Hauptverkehrsachsen, wichtige Fusswege und Bushaltestellen geräumt. Trotz sorgfältiger Einsatzplanung kann es je nach Schneelage temporär zu Einschränkungen kommen.
Wuchernde Hecken behindern die Schneeräumung
Damit die Schneeräumequipe ihrer Arbeit ungehindert nachgehen kann, müssen Bäume, Hecken und Sträucher entlang der Strassen und Trottoirs zurückgeschnitten sein. Nur so können Räumfahrzeuge ungehindert fahren. Im Strassenreglement ist die entsprechende Pflicht für Grundstückseigentümerinnen und -eigentümer festgehalten. Überhängende Äste oder eingewachsene Trottoirs beeinträchtigen die Verkehrssicherheit und erschweren die Schneeräumung erheblich. Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer werden daher gebeten, den Rückschnitt zeitnah vorzunehmen.
Leitpfosten erfüllen eine wichtige Funktion
Für die Schneeräumung von grosser Bedeutung sind die Leitpfosten. Sie haben eine sicherheitsrelevante Funktion und dienen im Winter als Orientierung beim Räumen. Leider passiert es in einzelnen Fällen, dass Leitpfosten entfernt werden. Das birgt gleich mehrere Gefahren. So können bestimmte Bereiche mangels Orientierung nicht vollständig geräumt werden. Zudem erhöht sich das Risiko für Beschädigungen. Die Gemeinde bittet daher dringend, Leitpfosten nicht zu entfernen.
Private Schächte auf öffentlichen Strassen müssen bündig sein
Auf öffentlichen Strassen befinden sich teilweise Schächte in privatem Eigentum. In einigen Fällen liegen diese nicht auf Strassenniveau, was insbesondere im Winter problematisch ist. Herausstehende oder abgesenkte Schachtdeckel können Räumfahrzeuge beschädigen oder die Schneeräumung behindern. Eigentümerinnen und Eigentümer sind verpflichtet, solche Schächte instand zu halten und bei Bedarf baulich anzupassen, um einen hindernisfreien und sicheren Winterdienst zu gewährleisten.
Sicher und trotzdem ressourcenund umweltschonend
Der Werkdienst setzt im Winter verstärkt auf moderne Temperaturmessungen, um Strassen und Trottoirs möglichst sicher und gleichzeitig ressourcenschonend zu unterhalten. Mit speziellen Sensoren und regelmässigen Kontrollfahrten werden Fahrbahn- und Lufttemperaturen laufend überprüft. So kann frühzeitig erkannt werden, wann Glätte droht – oft schon bevor sie sichtbar wird. Dank dieser präzisen Daten wird der Salzeinsatz gezielt gesteuert. Anstatt pauschal grosse Mengen auszubringen, wird nur dort und nur so viel gestreut, wie es die Situation tatsächlich erfordert. Das schont die Umwelt, reduziert Kosten und erhöht zugleich die Verkehrssicherheit.
Ein funktionierender Winterdienst ist nur möglich, wenn Strassenräume frei und verkehrssicher sind. Die Mitarbeit der Bevölkerung trägt wesentlich dazu bei, dass Strassen und Wege zuverlässig unterhalten werden können. Der Werkdienst bedankt sich für die Unterstützung, die Geduld und die Rücksichtnahme – insbesondere während der Winterperiode.
Florian Bruderer, Leiter Werkdienst, Abteilung Sicherheit / Werkdienst

