Forellen, Felsen und ein Abstecher in die Westschweiz

  09.09.2026 Vereine

Wer behauptet, ein Vereinsausflug des TSV Concordia Baar bestehe hauptsächlich aus gemütlichem Beisammensein, Essen und Trinken, liegt natürlich völlig falsch. Dazwischen wurde nämlich tatsächlich 11,2 Kilometer weit gewandert!

Sport beginnt mit Pünktlichkeit
Zu einer Uhrzeit, zu der vernünftige Menschen am Wochenende höchstens kurz die Bettdecke zurechtrücken, traf sich die muntere Concordia-Schar am Bahnhof Baar, Gleis 3.

Um 7.01 Uhr hiess es: Abfahrt Richtung Westschweiz! Erfreulicherweise mussten wir für den ersten Teil des Tages noch keine sportlichen Höchstleistungen vollbringen. Die SBB übernahm das Tempo, während wir uns mental auf die bevorstehenden Kilometer vorbereiteten.

Boudry – jetzt wird tatsächlich gewandert
In Boudry angekommen, mussten wir zunächst eine kleine Enttäuschung verkraften: Der sonst obligate Kaffee mit Gipfeli fiel diesmal aus.

Naja – vermutlich eine erste Folge der erfolgreichen Überquerung des Röstigrabens. So starteten wir gegen 9.30 Uhr, leicht koffeinunterversorgt, aber bestens gelaunt, unsere Wanderung durch die wunderschöne Areuse-Schlucht. Stromaufwärts ging es entlang des rauschenden Wassers, vorbei an eindrücklichen Felswänden, über enge Brücken und mitten durch herrlich saftiges Grün. Unterwegs begegneten wir sogar einigen Tauchern, die sich anschickten, im Canyon abzutauchen.

Während wir uns brav über Stock und Stein bewegten, wählten andere den direkten Weg durch die Areuse. Jedem seine bevorzugte Sportart – wir waren jedenfalls ganz zufrieden mit unseren Wanderschuhen!

Die Landschaft zeigte sich von ihrer besten Seite und bot reichlich Gelegenheit für Fotos und persönliche Gespräche. Die Areuse rauschte, die Vögel zwitscherten und unsere Gruppe marschierte tapfer weiter. Je näher Champ-du-Moulin rückte, desto erstaunlicher schien das Wandertempo zuzunehmen. Ein Phänomen, das vermutlich wissenschaftlich mit der Aussicht auf ein gutes Mittagessen erklärt werden kann.

Die Forelle ruft!
Mitten in der romantischen Schlucht erreichten wir schliesslich das geschichtsträchtige Hôtel de la Truite in Champ-du-Moulin. Hier zeigte der TSV Concordia eine weitere seiner grossen Stärken: gemeinschaftliches Mittagessen auf hohem Niveau. Nach den bereits absolvierten Kilometern durfte ohne schlechtes Gewissen geschlemmt werden. Wir liessen uns kulinarisch verwöhnen, füllten die Energiespeicher und genossen das gemütliche Zusammensein.

Danach kam allerdings der schwierigste Teil des gesamten Ausflugs: wieder aufstehen und weiterwandern.

Zweite Halbzeit: Richtung Noiraigue
Doch als sportlicher Verein liessen wir uns davon natürlich nicht beeindrucken. Gut gestärkt nahmen wir den zweiten Abschnitt durch den oberen Teil der Schlucht unter die Wanderschuhe. Weiter ging es durch die beeindruckende Landschaft bis nach Noiraigue.

Neuchâtel – gemütlicher Zwischenstopp
Auf der Rückreise legten wir noch einen Zwischenstopp in Neuchâtel ein. Nach der sportlichen Leistung des Tages blieb noch etwas Zeit, die schöne Stadt zu geniessen, durch die malerischen Gassen zu schlendern, ein Glacé zu schnappen oder einfach das Treiben zu beobachten. So liessen wir den Nachmittag gemütlich ausklingen, bevor es wieder Richtung Deutschschweiz ging.

Heimreise nach Baar
Schliesslich brachte uns die SBB wieder zurück Richtung Baar. Die Beine durften sich erholen, und die Erlebnisse des Tages wurden nochmals ausgiebig diskutiert.

Und weil nach 11,2 Kilometern auch die Flüssigkeitszufuhr stimmen sollte, durfte auf der Heimfahrt natürlich auch ein kühles Bier nicht fehlen.

Für den Verein: Christian Landert


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote