Frühling – Zeit für die Baarer Velobörse

  22.04.2026 Gesellschaft

Erstmals im Jahre 2011 hat der VC Baar-Zug von Erwin Bestgen die Velobörse übernommen. Seither wird diese jährlich erfolgreich auf dem Platz hinter dem Marktgass-Schulhaus durchgeführt. Angebot und Nachfrage sind stets ansprechend und ziehen ein grösseres Publikum an.

ERNST BÜRGE

So brachten an diesem April-Samstag viele Leute ihr bisheriges Fahrrad auf den Platz, um es zu einem guten Preis verkaufen zu können. Die Räder wurden von Mitgliedern und Helfern des VC Baar-Zug entgegengenommen, kurz angeschaut, registriert und mit den von den Verkaufswilligen vorgeschlagenen Preisen etikettiert. Bei den Börse-Regeln wurde zudem festgehalten, dass der Club keine Haftung für versteckte Mängel übernimmt. Dafür ist der bisherige Inhaber zuständig, der allenfalls einem Käufer auch bekannt gegeben werde. Aufgereiht nach den verschiedenen Typen standen die Bikes ab 11 Uhr zum Verkauf bereit.

Wer sucht was?
Zahlreich waren Frauen, Männer und Kinder in Begleitung anwesend, um sich ein Schnäppchen zu ergattern. Der eine suchte sich ein Rennvelo, setzte sich auch kurz darauf: Passt es in der Grösse, in der Handhabung? Ein anderer war auf der Suche nach einem Alltagsrad für einen Kollegen und bemerkte, dass die Preise gegenüber letztem Jahr doch etwas angestiegen sind. Helene Krienbühl freute sich: «Das ist ein sehr schöner Anlass des Veloclubs! Da suche ich gerne ein Velo für den täglichen Gebrauch.» Sie war eigentlich notgedrungen hier, denn ihr bisheriges Velo wurde gestohlen und nicht wieder gefunden.

Ein guter Kauf
Marco Beck streifte mit seinem Junior Levi durch die Reihen der Kinderräder. Hier entdeckte der Junge ein schönes, knalloranges Velo. Kurz probiert und schon fand er: «Das ist für mich!» So marschierte er zusammen mit seinem Vater zur Kasse, um dann mit dem erworbenen Zweirad nach Hause fahren zu können. Vom Verkaufserlös fällt dabei eine Kommission an den Veranstalter ab.

Auch mehrere E-Bikes und Mountainbikes warteten auf neue Besitzer. Die Preise bewegten sich hier in verschiedensten Höhen. Da zudem Händler ebenfalls ihre Räder auf dieser Börse anbieten konnten, gab es auch neuwertige Fahrzeuge im Angebot.

Reto Maissen von den Veranstaltern stand beim Eingang, gab Tipps, wo welche Räder zu finden sind, und liess auch Interessenten für eine etwas grössere Runde mit einem Velo nach aussen gehen. Hierzu nahm er jedoch von ihnen einen Ausweis zur Verwahrung entgegen, den sie nach Rückkehr wieder zurückerhielten. Maissen wusste auch, dass rund 350 Fahrräder zum Verkauf anstanden. Und alle auf dem Platz hofften, dass bis 15 Uhr möglichst keine Velos mehr von ihren ursprünglichen Besitzern abgeholt werden mussten, sondern alle einen neuen Fahrer oder eine neue Fahrerin gefunden hatten.

Wie Marco Sievi vom Veloclub mitteilt, konnten schlussendlich 177 Velos verkauft werden. Somit wechselte mehr als die Hälfte der angebotenen Fahrräder ihre Besitzer.

Die Velobörse hat sich einmal mehr als geschätzter Anlass gezeigt und für viele glückliche Gesichter gesorgt.

Die nächste Velobörse findet am Samstag, 17. April 2027 statt.


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