Im «Baarbürgli» ist wieder Leben eingekehrt

  07.10.2026 Gesellschaft

Das Gasthaus Baarburg hat wieder geöffnet. Die neuen Wirte Christian Schwery und Ursula Eggenberger setzen auf gutbürgerliche Küche zu bezahlbaren Preisen. Damit wollen sie den bekannten Treffpunkt neu beleben.

RAHEL HEGGLIN

Seit dem 1. Oktober wird im «Baarbürgli» wieder gegessen, getrunken und zusammengesessen. Mit einer «Antrinkete» fiel der Startschuss für das Gasthaus Baarburg unter der neuen Führung von Christian Schwery und Ursula Eggenberger. Schwery kennt das Lokal bereits seit vielen Jahren und kannte auch den früheren Wirt Josef «Seppi» Küng persönlich. Nach dessen Tod stellte sich die Frage, wie es mit dem Gasthaus weitergeht. Für Schwery und Eggenberger war schliesslich klar, dass sie dem «Baarbürgli» eine Zukunft geben möchten. «Das Wichtigste ist, dass sich die Leute hier wieder wohlfühlen und austauschen können», sagt Schwery.

Gelungener Start mit vielen Gästen
Dass das «Baarbürgli» als Treffpunkt vermisst wurde, zeigte sich bereits bei der «Antrinkete» am Donnerstag vergangener Woche. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, um im neu eröffneten Gasthaus vorbeizuschauen. Gefeiert wurde im Aussenbereich, wo an den langen Holztischen angestossen, gegessen und miteinander geplaudert wurde. Für musikalische Unterhaltung sorgte z’ Hansrüedi mit seinem Akkordeon. Die «Antrinkete» dauerte von 10 Uhr morgens bis Mitternacht und bescherte Schwery und Eggenberger einen gut besuchten Start.

Gutbürgerlich und bezahlbar
Beim gastronomischen Konzept knüpft das neue Team bewusst an Bewährtes an. Auf der Karte stehen gutbürgerliche Gerichte wie Schweinsbratwurst mit Zwiebelsauce und Rösti, Cordon bleu oder Pouletschnitzel. Am Mittag gibt es Suppe oder Salat sowie einen Tagesteller. «Wir wollen eine bezahlbare, gutbürgerliche Küche anbieten», sagt Schwery. Ergänzt werden soll das Angebot künftig mit verschiedenen Schwerpunkten. Geplant sind beispielsweise Walliser Wochen mit Spezialitäten wie Cholera, Fondue oder Raclette. Weitere Ideen werden Schritt für Schritt entwickelt und umgesetzt.

Viel Gastro-Erfahrung im Team
Während Schwery selbst keine klassische Gastro-Karriere hinter sich hat, bringt Eggenberger jahrzehntelange Erfahrung mit. Sie war unter anderem im «Blickensdörfli» tätig und arbeitete auch beim verstorbenen Wirt des «Baarbürgli». Nun übernimmt sie die Betriebsleitung. Zum Team gehört zudem ein Koch, weitere Mitarbeitende sind im Service tätig. Schwery selbst bleibt hauptsächlich im «Miis Wallis» tätig und springt im «Baarbürgli» ein, wenn zusätzliche Unterstützung benötigt wird.

Treffpunkt auch nach Feierabend
Geht es nach den neuen Pächtern, soll das «Baarbürgli» nicht nur zum Essen, sondern auch zum geselligen Zusammensein einladen. «Wer nach der Arbeit auf ein Feierabendbier oder einen kurzen Schwatz einkehren möchte, findet hier wieder einen festen Anlaufpunkt», sagt Schwery. Bereits vor der Eröffnung habe er viel Zuspruch erhalten. «Immer wieder haben mir Leute gesagt, dass sie sich auf die Rückkehr des ‹Baarbürgli› freuen.» Künftig möchten er und das Team vermehrt auch jüngere Gäste ansprechen. Dafür sind kleinere Veranstaltungen und spezielle Anlässe vorgesehen.


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote