Jetzt regiert Silvan I. über das Baarer Fasnachtsvolk
28.01.2026 GesellschaftJetzt kann es losgehen: Die Räbemetropole hat einen neuen Räbevater. Am 24. Januar hat Silvan I. Hotz in einer hochscheissfeinen Zeremonie die Insignien der fasnächtlichen Macht erhalten.
Die Freude war bereits am Freitag, 14. November 2025 gross. Damals wurde Silvan Hotz als designierter Räbevater vorgestellt. Seit Samstagabend, 24. Januar 2026 darf er sich nun offiziell Silvan I. nennen und als Räbevater das Baarer Fasnachtsvolk durch die schönste Zeit des Jahres führen. Im fast bis auf den letzten Platz gefüllten Gemeindesaal durfte sich Silvan I. Hotz bis in die frühen Morgenstunden feiern lassen. Begonnen hatte der Abend mit dem traditionellen, stimmungsvollen Fackelumzug – angeführt vom zu diesem Zeitpunkt noch amtierenden Räbevater Roman I. Müller. Im Gemeindesaal durfte er sich vor über 200 Gästen ein letztes Mal auf den Thron setzen und den Applaus geniessen. Die Ehre erwiesen ihm und seinem Nachfolger unter anderem Fröschenzunftmeister
Beat I. Röllin, Faschallminister Paul II. Hugener und sein designierter Nachfolger Markus Rüttimann sowie Letzibuzäli-Prinz Sven I. Probst. Begrüsst wurden die Delegationen in gewohnt launischer und spitzer Manier von Zeremonius Tobias Hotz. Er hatte in seiner Eröffnungsansprache die Lacher immer wieder auf seiner Seite – sei es, wenn er gegen die Fröschenzunft stichelte, die keinen neuen Zunftmeister gefunden hat, oder als er die Zuger Letzibuzäli-Zunft auf die Schippe nahm.
«Fiire bis zum Gipfel»
Gegen neun Uhr abends lief die Zeit von Roman I. Müller auf dem Räbethron ab. Er musste die Insignien der Macht – das Zepter, den Spitzhut und die Räbevaterkette – abgeben. Stattdessen erhielt er den Mantel und den Hut – liebevoll «Chässchachteli» genannt – der Gilde der Räbeväter. Ein letztes Mal richtete Roman I. das Wort an das Fasnachtsvolk, danach durfte Silvan Hotz unter Fanfarenklängen und mit Trommelwirbeln in den Gemeindesaal einmarschieren und auf der Bühne Platz nehmen. Zwei seiner vier Ehrendamen brachten in einem feierlichen Zeremoniell die Insignien der Macht. Als Silvan I. Hotz durfte er mit Räbemueter Andrea und seinem Hofstaat auf eine farbenfrohe Fasnacht anstossen. Den Fahrplan hat Silvan I. mit seinem Motto vor gegeben: «Fiire bis zum Gipfel». Als Bäckermeister, Präsident des Schweizerischen Bäcker-Confiseurmeister-Verbandes und Vizepräsident der «International Union of Bakers and Confectioners» prägt ein Gipfeli des Räbevaters Fasnachtslogo. Und auch auf den Tischen im Gemeindesaal kam die Bäcker- und Confiseurkunst zur Geltung: Grosse Räbechüng aus Marzipan sowie süsse Versuchungen in Form von Räbegäuggel-Guetzli und Schoggi-Spezialitäten schmückten die Tische. Auch auf der Bühne tauchte das Gipfeli immer wieder auf: Als Schmuck auf einem Zepter, als Verkleidung bei einem Tänzchen der Angestellten der Bäckerei Hotz Rust oder beim Auftritt der Bäckerzunft Zug. Ganze 15 Gruppen huldigten dem neuen Fasnachtsoberhaupt und sorgten dafür, dass der Räbevater Silvan I. bis morgens um halb eins auf der Bühne einen einmaligen Abend geniessen durfte. Anschliessend wurde an der Bar gefeiert – bis zum Gipfel. In der Hotz’schen Backstube im Schutzengel waren die Gipfeli jedenfalls sicher bereits im Ofen, als der Räbevater und die letzten Gäste den Heimweg antraten.
Für die Fasnachtsgesellschaft Baar Silvan Meier



