Jetzt wird die neue Strategie umgesetzt
03.06.2026 KirchlichesDie Delegiertenversammlung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug verabschiedete am 21. Mai 2026 alle Geschäfte einstimmig. Der Rücktritt von Präsident Stefan Doppmann und die Wahl der Mitglieder des neuen Präsidiums markieren den Startpunkt für die Umsetzung des Strategieprozesses.
Während zwei Jahren haben die Kirchgemeinden und das Präsidium der Vereinigung der Katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zug
(VKKZ) einen Strategieprozess durchgeführt. Ein neues Führungsmodell ermöglicht es, künftige Entwicklungsschritte rascher beschliessen und umsetzen zu können.
Neue Köpfe für das Präsidium
Für den Rest der Amtsperiode 2026 bis 2029 standen Wahlen an zur Ergänzung und den Ausbau des bisher dreiköpfigen Präsidiums. Neu in den Vorstand aufgenommen wurden als Vertretungen der Kirchgemeinden Thomas Inglin (Baar) und Susanne Klass-Auf der Maur (Zug) sowie von der Seelsorge Christian Kelter (Hünenberg) und Irmgard Hauser-Scherrer (Pastoralraum Zug Berg, beratende Stimme). Patrice Riedo (Zug) führt das Präsidium neu als Präsident, und Renate Falk wirkt weiterhin als Vizepräsidentin.
Rücktritt von Präsident Stefan Doppmann
Der Strategieprozess der letzten zweieinhalb Jahre hat zur Einsicht geführt, dass die Kirchenratsgremien insgesamt mehr Verantwortung und Einfluss in ihrem Zweckverband übernehmen wollen. VKKZ-Präsident Stefan Doppmann begrüsst diese Entwicklung und stellt demzufolge sein Amt zur Verfügung. Er stellte fest, dass man in den vergangenen Jahren einiges bewegt und erreicht hat. «Ich freue mich, dass ich dazu einen Beitrag leisten durfte. Es hat mich sehr bewegt zu sehen, wie viele Leute auf allen Ebenen sich mit Herzblut für die Kirche einsetzen.»
Personelle Fragen werden immer dringlicher
Personelle Veränderungen gibt es auch im Bistum: Brigite Glur-Schüpfer verabschiedete sich als Regionalverantwortliche für die Bistumsregion St. Viktor. Sie dankte für die gute duale Zusammenarbeit im Kanton Zug und erinnerte daran, «auch in grösser werdenden Lebensräumen und grösseren Netzwerken eine Kirche mit und für die Menschen zu sein.» Ihre Nachfolgerin Theres Küng-Bachmann tritt ihre neue Aufgabe am 1. August an.
In seiner Orientierung aus dem Bereich Seelsorge zeigte Christian Kelter eine Liste der Leitungspersonen, welche in den kommenden fünf Jahren das Pensionsalter erreichen. Er verwies auf die Dringlichkeit, auf allen Ebenen über das operative Tagesgeschäft hinauszudenken.
Regierungsrat würdigt die Freiwilligenarbeit
Präsident Stefan Doppmann konnte die Delegierten über die kurz vor der Versammlung eingegangene Antwort des Regierungsrates zur Berichtsmotion über die Weiterentwicklung der Kirchensteuer juristischer Personen informieren. Die Auswertung der erhobenen Leistungen der Kirchen zeigt, dass der enorm hohe Umfang der Freiwilligenarbeit und die übrigen Leistungen zugunsten der gesamten Wohnbevölkerung die Höhe der Erträge aus den Kirchensteuern juristischer Personen erreichen. Der Regierungsrat sieht deshalb vorderhand keinen Handlungsbedarf und will die Leistungen in fünf Jahren mit einer neuen Erhebung überprüfen.
Für die Kirche: Arnold Landtwing

