Kommandowechsel bei der Feuerwehr Baar

  28.01.2026 Feuerwehr

Sechs Jahre war Beat Huber Kommandant der Feuerwehr Baar mit insgesamt fünf Löschzügen und verschiedenen dazugehörenden Spezialistenkorps. Als neuen Kommandanten ab dem 1. Januar 2026 wählte der Gemeinderat den bisherigen Ausbildungschef Christoph Theiler. Ihm sind neu 112 Feuerwehrleute für die wichtige Aufgabe innerhalb der Gemeinde unterstellt.

ERNST BÜRGE

Die beiden Offiziere erzählten im Gespräch mit der Baarer Zytig von ihrer bisherigen Tätigkeit bei der Feuerwehr und den kommenden Aufgaben. So ist für beide auf allen Stufen eine umfassende Ausbildung sehr wichtig. Die Schulung erfolgt auf gemeindlicher wie auf kantonaler Ebene und beinhaltet auch den korrekten Einsatz bei Grossereignissen. In solchen Fällen steht allenfalls eine kantonale Führungsgruppe oder eine Peers-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr Zug für die Nachbetreuung der Einsatzkräfte zur Verfügung.

Beat Huber, abtretender Kommandant
Er übernahm seinerzeit von seinem Vorgänger Roger Widmer eine gute und gesunde Feuerwehr Baar und hatte stets zum Ziel, eine ebensolche Truppe einem Nachfolger übergeben zu können. Huber hat alle Stufen durchlaufen und hat sich bereits vor zwei Jahren mit der Weitergabe seiner Aufgabe befasst. Innerhalb der Stabsgruppe wurden die Vorgaben dazu zusammengestellt und dem Gemeinderat ein Wahlvorschlag unterbreitet.

Viele seiner Ziele konnte er umsetzen: alte Geräte auszumisten, so die Arbeitsbekleidung, mehrere Kleinfahrzeuge, Motorspritzen oder Schlauchverlegeanhänger, die seit mehreren Jahrzehnten im Einsatz waren. Ebenso war das Geschäft der Besoldung ab erster Minute ein überfälliger Entscheid zugunsten der Angehörigen der Feuerwehr. Auch konnte auf das neue Jahr hin die neue Brandschutzbekleidung an die Mannschaft abgegeben werden.

Seine schönsten Erlebnisse in der Feuerwehr waren vor allem die ausgezeichnete Kameradschaft wie auch die vielen Feuerwehrreisen, die er dank der Reisekasse unternehmen konnte. Für jeden Angehörigen sind Brände einerseits sehr spannend. Ihm war aber auch immer bewusst, dass hinter jedem Feuer oder Unwetter viel Leid entstand. Das Training während des ganzen Jahres gab bei einem Ernstfall die Bestätigung, dass sehr vieles richtig gemacht wurde. Den zeitlichen Aufwand als Kommandant schätzt er auf ein Pensum von etwa 30 Prozent.

Huber hatte eine Woche vor der Corona-Pandemie das Kommando übernommen. Es war eine schwere Zeit, in der auch vieles gelitten hat. Ab Mitte 2022 wurde die Arbeit wieder besser. Huber ist erfreut, dass die gesamte Zeit unfallfrei verlief und das Zusammensein mit allen Priorität hatte. Alle Korps und alle Mitglieder gleich zu behandeln war für ihn oberstes Gut.

Christoph Theiler, neuer Kommandant
Die Wahl erfolgte bereits im November 2024. Auch er ist seit zwanzig Jahren Mitglied der Feuerwehr Baar. Während des ganzen Jahres 2025 begleitete er den Kommandanten Huber bei sämtlichen Sitzungen und weiteren Anlässen, um sich ein genaueres Bild für seine kommende Aufgabe machen zu können. Diese ist für ihn sehr anspruchsvoll, besonders bei Ernstfällen, wenn Personen zu Schaden kommen oder Eigentümer eines Brandobjektes anwesend sind. Sehr positiv ist für Theiler jeweils der Tag der offenen Tür, wenn viele Leute die Arbeit der Feuerwehr besichtigen und Kinder mit leuchtenden Augen die Fahrzeuge besteigen können. Weiter schätzt er die tolle Kameradschaft in den Korps, wo auch viel Spassiges erlebt werden kann.

Er konnte nun ein breit aufgestelltes Team übernehmen und möchte dies in gutem Sinne weiterführen. Dabei gilt es nicht auszuruhen, für Neues offen zu sein und Bewährtes zu halten. Er will auch die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeinderat und Feuerwehr weiterhin pflegen, dies auch mit Blick auf die kommenden Anschaffungen. Innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre müssen mehrere grosse Fahrzeuge ersetzt werden, was wiederum neue Investitionen erforderlich macht.

Letztlich kann nichts im Alleingang erledigt werden. Das Teamwork ist dem neuen Kommandanten sehr wichtig, und er will vor allem seinen Auftrag professionell erfüllen. Die offizielle Amtsübergabe erfolgt dann am Jahresschlussrapport vom 21. Februar 2026.


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