Nehmen Sie Platz, liebe Baarerinnen und Baarer!
26.03.2025 VereineDer Verein Frohes Alter (VFA) Baar sorgt dafür, dass es im öffentlichen Raum mehr Sitzgelegenheiten gibt.
«Der Verein Frohes Alter (VFA) setzt sich dafür ein, dass Sie sich setzen dürfen.» Mit diesen Worten gab die Vereinspräsidentin Iris Siegel am Mittwoch, 19. März, den offiziellen Startschuss für das Baarer «Bänkli-Projekt». In den vergangenen Monaten erschufen die Vereinsmitglieder 13 einzigartige Sitzbänke, welche der Bevölkerung an verschiedenen Standorten in Baar in den kommenden Monaten als Sitzgelegenheit dienen werden. Und nicht nur das: Denn gleichzeitig widerspiegeln sie ein Thema, das insbesondere die ältere Bevölkerung beschäftigt.
Siegel weiter: «Mit unserem Projekt wollen wir sichtbar machen, was Menschen im Alter brauchen. Eines der Grundbedürfnisse ist so simpel wie komplex: Viele ältere Menschen möchten möglichst lange an dem Ort wohnen, an dem sie sich zu Hause fühlen.»
Die Vereinspräsidentin weiter: «Um lange selbständig zu sein, brauchen wir ein Netzwerk, welches wir möglichst früh schon pflegen sollten.» Der Verein habe sich daraufhin überlegt, was er dazu beitragen könnte, und sei auf eine einfache Antwort gekommen: «Auf Sitzbänken, die im Quartier stehen, kann man ohne grossen planerischen Aufwand Kontakte knüpfen. Nur gibt es davon bisher viel zu wenige.»
Der Verein Frohes Alter schafft nun Abhilfe. Am Mittwochnachmittag versammelten sich Vereinsmitglieder und Interessierte vor der Zuger Kantonalbank in Baar, um dort die ersten Bänke an ihre vorläufigen Be-Sitzer zu übergeben.
Bänke, auf denen man zur Ruhe kommen kann
Eine der hölzernen Sitzgelegenheiten wurde Urs Bissig, dem Leiter Region Zug West bei der Zuger Kantonalbank, anvertraut. Diese hat den VFA bei seinem Projekt mit einem grosszügigen Sponsoring unterstützt. Auch die «Raucherbank» wird künftig im Dorfzentrum anzutreffen sein. Sie wird paffenden Gästen vor dem Restaurant Krone zur Verfügung stehen; die «Straf-Bank» sie wurde eigenhändig von EVZ-Verteidiger Dominik Schlumpf bemalt – wird an der Rathus-Schüür zu stehen kommen. Der Eishockeyspieler, der ebenfalls beim Anlass zugegen war, äusserte sich dazu wie folgt: «Die Straf-Bank kann als Gelegenheit genutzt werden, um sich zwei Minuten Zeit zu nehmen, um herunterzufahren.» Die Bank-rott symbolisiert den Untergang des CS Bank. Sie wird bei der Hörberatung Müller AG an der Dorfstrasse 13 stehen.
Für den Empfang unseres neuen Bundesrats haben wir kurzfristig eine Bundesratsbank produziert.
Weitere zwei Übergaben folgten am Freitag, 21. März an den Quartierverein Nabia und an das St.-Thomas-Team in Inwil.
Die Sitzbänke im Baarer Dorfkern und in Inwil werden nicht die einzigen bleiben. «In den nächsten Wochen platzieren wir sechs weitere Sitzgelegenheiten an unterschiedlichen Standorten in der Gemeinde», erklärte Peter Pfister, der Mit-Initiant des Projekts, in seiner Ansprache.
Und er verriet zudem: «Es lohnt sich, im Verlaufe des Sommers alle Bänke aufzusuchen und sich ihre Namen zu merken. Im Herbst führen wir nämlich einen Wettbewerb mit kleinen Preisen durch.» Ebenfalls wies Pfister darauf hin, dass die Bänke am 20. September im Rahmen eines Abschluss-Events versteigert werden.