Neue Standeskerze und Bundesrat ehren Zuger Wallfahrt

  20.05.2026 Kirchliches

Am Auffahrtstag feierten die Zuger Katholikinnen und Katholiken das 600-jährige Jubiläum der Landeswallfahrt des Standes Zug zur Schwarzen Madonna von Einsiedeln. Trotz Wind und Wetter machten sich hunderte Pilgerinnen und Pilger auf den Weg. Das Geschenk einer neuen Standeskerze und der Besuch von Bundesrat Martin Pfister setzten glanzvolle Höhepunkte.

600 Jahre gelebte Tradition
Landammann Andreas Hostettler war es eine Ehre, im feierlichen Pilgergottesdienst die neue Standeskerze zu entzünden: «Die Standeskerze blickt in die Vergangenheit. Gleichzeitig spendet sie mit ihrem Licht Hoffnung, Glaube und Zuversicht für die Gegenwart und für die Zukunft. Die Kerze steht für 600 Jahre gelebte Tradition, die immer noch lebendig ist und weitergeht.»

14,4 Milliarden konkrete Schritte
Wenn eine Wallfahrt von Zug bis nach Einsiedeln gut 40’000 Schritte umfasst, haben in den vergangenen 600 Jahren gemäss Hochrechnung von Abt Urban die Zuger Pilgernden 14,4 Milliarden Schritte zurückgelegt. In seiner Predigt erinnerte er daran, dass dies «konkrete Schritte, konkrete Schmerzen sind. Hierher werden konkrete Freuden gebracht, aber auch viele Sorgen, verborgenes Leid, ungelöste Konflikte und Fragen nach Zukunft, Frieden und Gerechtigkeit. Wer pilgert, kommt mit sich selbst in Kontakt und ist auch mit anderen unterwegs, die ebenfalls Freuden und Sorgen mittragen und mit denen wir im Austausch sind.»

Bundesrat Martin Pfister als Pilger
Traditionsgemäss nehmen nebst dem Zuger Regierungsrat und dem Stadtrat auch Persönlichkeiten aus kantonaler und nationaler Politik an der Wallfahrt teil. Bundesrat Martin Pfister erwies mit seiner Präsenz in der Vesper der Jubiläumswallfahrt eine besondere Ehre.

Für die Kirche: Arnold Landtwing


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