Routine? Nicht beim Liegenschaftsunterhalt
26.08.2026 RathauspostLiegenschaften Kein Tag ist wie der andere: Im Liegenschaftsunterhalt kann ein kaputtes Fenster den ganzen Tagesablauf durcheinanderbringen. Ein eingespieltes Team sorgt dafür, dass kein Scherbenhaufen zurückbleibt.
08.07 Uhr: Der Hauswart meldet eine eingeschlagene Fensterscheibe im Schulhaus Dorfmatt. Was wie eine Kleinigkeit aussieht, setzt eine ganze Kette von Aufgaben in Gang – und stellt die Tagesplanung innert Minuten auf den Kopf.
Wenn aus einem Schaden ein kleines Projekt wird
Eine eingeschlagene Fensterscheibe ist nicht einfach ein kaputtes Glas und viele Scherben. Je nach Situation müssen Hauswart, Polizei, Versicherung, Glaserei und Schulleitung koordiniert werden. Aus einem einzigen Schadenfall entstehen schnell mehrere Stunden Aufwand. «Oft planen wir den Tag am Morgen, und nach einer Stunde sieht er bereits ganz anders aus», sagt Marco Späni, Projektleiter Unterhalt Liegenschaften in der Abteilung Liegenschaften/ Sport. Solche Situationen gehören zum Alltag. Sie machen jedoch nur einen Teil der Arbeit aus.
Mehr als Reparaturen
«Die Bevölkerung bemerkt unsere Arbeit im Liegenschaftsunterhalt meist erst dann, wenn etwas nicht funktioniert», sagt Beat Niederberger, wie Marco Späni Projektleiter Unterhalt Liegenschaften. Tatsächlich beschäftigt sich die Abteilung Liegenschaften/Sport jedoch mit weit mehr als der Behebung von Schäden. Sie betreut in Baar und Allenwinden acht Schulhausareale mit Turnhallen, Mehrzweckräumen und Eventanlagen, die Fussballanlage Lättich, zwei Friedhöfe, die Feuerwehrgebäude, soziale und vermietete Liegenschaften sowie öffentliche Plätze und Toilettenanlagen.
Vom Kindergarten bis zum Friedhof: Die Anforderungen könnten unterschiedlicher kaum sein. Im Büro koordinieren fünf Mitarbeitende die Arbeiten. Vor Ort sorgen Hauswarte mit ihren Reinigungsteams für einen zuverlässigen Betrieb.
Zu den zentralen Aufgaben gehören die vorausschauende Planung von Unterhaltsmassnahmen, die Koordination von Projekten sowie die Sicherstellung eines wirtschaftlichen Betriebs der Anlagen. Dazu kommen die Planung von Investitionen und Budgets, die Begleitung von Vergaben sowie die Zusammenarbeit mit Fachplanern, Unternehmen und anderen Abteilungen. Nicht zuletzt ist ein verlässlicher Informationsfluss entscheidend.
Zwischen Tagesgeschäft und Zukunftsprojekten
Neben Vandalismusschäden sorgen auch Heizungsausfälle, Wasserschäden, technische Herausforderungen sowie unterschiedlichste Anfragen und Anliegen für ungeplante Einsätze mit unmittelbarem Handlungsbedarf. «Kein Gebäude und keine Situation sind gleich. Genau das macht die Tätigkeit spannend», sagt Guido Langenegger, Immobilienbewirtschafter und verantwortlich für das Facility Management.
Neben dem laufenden Betrieb begleitet die Abteilung zahlreiche Projekte. Aktuell werden die Schulhäuser schrittweise auf LED-Beleuchtung umgerüstet, und ein neues Badge-System für den Gebäudezutritt wird eingeführt. Gleichzeitig begleiten die Mitarbeitenden in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Planung/ Bau den Umbau des Schulhauses Sternmatt 1, den Neubau Wiesental sowie verschiedene Massnahmen im Bereich Brandschutz.
Ihr Wissen bringen sie dabei bereits in der Planungsphase ein. Schliesslich müssen die Gebäude später wirtschaftlich betrieben und unterhalten werden können. Ebenso gehören die Bearbeitung von Kundenanliegen, die Umsetzung von Energiesparmassnahmen sowie die Mitarbeit in Projektgruppen zum vielseitigen Arbeitsalltag.
Der Liegenschaftsunterhalt öffentlicher Anlagen ist damit eine dynamische Aufgabe, geprägt von hoher Verantwortung, breitem Fachwissen und der Fähigkeit, flexibel auf Neues zu reagieren. Routine hat hier wenig Platz. Dafür bietet jeder Tag neue Herausforderungen und die Chance, die Qualität der Gemeindeinfrastruktur entscheidend zu prägen.
Severin Gubler, Leiter Unterhalt Liegenschaften, Abteilung Liegenschaften/Sport


