TSV Concordia Baar beim Schneeschuhwandern

  25.03.2026 Vereine

Herzlich willkommen zum legendären Winterevent 2026 – dem einzigen Anlass, bei dem man freiwillig um 6.31 Uhr am Bahnhof steht, um später mit Tennisrackets an den Füssen durch den Schnee zu stapfen.

Am Samstag, 28. Februar traf sich die hochmotivierte oder zumindest koffeinbedürftige Truppe am Bahnhof Baar.

Pünktlich rollte die S1 Richtung Luzern los. Einige Teilnehmende waren bereits hellwach, andere versuchten noch herauszufinden, ob sie im Zug oder im Bett sitzen.

Unterwegs stiessen weitere Teilnehmer dazu – in Zug und Rotkreuz wuchs die Schneeschuh-Delegation Schritt für Schritt, bis die Gruppe komplett war und die Vorfreude auf die winterliche Bergwelt spürbar zunahm.

Auf der Melchsee-Frutt erstrahlte ein Postkartenwinter mit glitzerndem Schnee, strahlender Bergkulisse und Temperaturen, die sofort klarmachten: Heute wird gewandert.

Natürlich zuerst noch das Ritual des Tages: Kaffeepause mit Kaffee und Gipfeli. Danach schnallten alle die Schneeschuhe an und machten sich auf die Wildi-Rundtour. Plötzlich klang jeder Schritt wie eine Mischung aus «Crunch» und «Ich hoffe, das ist der richtige Weg».

Erste Etappe – Aufstieg zum Holzkreuz Erzegg (2’142 m)
Die Aussicht war spektakulär – ein Panorama aus schneebedeckten Gipfeln, glitzernden Ebenen und einzelnen Teilnehmern, die behaupteten: «Der Aufstieg ist gar nicht so schlimm.» Diese Aussage wurde später offiziell als optimistische Fehleinschätzung klassifiziert.

Doch oben wartete die wohlverdiente Belohnung: Gipfelwein am Holzkreuz Erzegg. Ein kurzer Moment des Innehaltens, bevor es weiterging. Manche behaupten, dass der Wein auf 2’142 Metern besonders gut schmeckt. Wissenschaftlich bewiesen ist das zwar nicht, aber die Stimmung sprach eindeutig dafür.

Zweite Etappe – Abstieg zur Tannalp (1974 m)
Das wohlverdiente Mittagessen wartete im Berggasthaus Tannalp. Plötzlich hatten alle wieder erstaunlich viel Energie. Es wurde gelacht, gegessen, Geschichten erzählt und heimlich überprüft, wie viele Kilometer noch zu wandern waren.

Dritte Etappe – Aufstieg zum Bonistock (2’169 m)
Kurz vor dem Gipfel wurde es dann nochmals richtig sportlich: Die letzten Meter waren so steil, dass man sich für etwa drei Meter an einem Seil hochziehen mussten – eine kleine alpine Einlage, die für zusätzliche Spannung sorgte und bei einigen für kurzzeitig erhöhten Puls.

Rückweg und Heimreise
Die Sonne glitzerte im Schnee, die Schneeschuhe knirschten rhythmisch – und langsam machte sich die wohlige Müdigkeit einer gelungenen Tour breit. Nach zirka 9,1 Kilometern, rund 400 Höhenmetern und etwa fünf Stunden Laufzeit war der Ausgangspunkt wieder erreicht.

Die Stimmung war entspannt, die Beine etwas müde, und die Gespräche drehten sich bereits um die schönsten Momente der Tour.

Ein herzliches Dankeschön an Eggi für die perfekte Organisation.

Für den Verein: Christian Landert


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