Tweribär und das kleine blaue Auto
14.01.2026 Firmen NeuigkeitenFirmen-Neuigkeiten Es war einmal ein kleiner, pelziger Teddy mit einem grossen Herzen und noch grösserem Tatendrang. Sein Name war Tweribär.
Tweribär lebte in einem gemütlichen Regal in einem Kinderzimmer in Baar. Doch tief in seinem Bärenherz wusste er: «Ich bin für etwas Grösseres bestimmt!»
Eines Tages spazierte Tweribär durch die Stadt. Vor der Migros blieb er plötzlich stehen – denn da stand ein witziges, kleines Auto mit drei Rädern! Es war leuchtend blau und glänzte in der Sonne. Tweribär war neugierig. «So ein lustiges Fahrzeug hab ich ja noch nie gesehen!», flüsterte er. Er setzte sich auf eine Bank und wartete, bis der Besitzer kam.
Nach einer Weile kam ein freundlicher älterer Herr. Tweribär sprang auf, verbeugte sich höflich und sagte:
«Hallo, mein Name ist Tweribär! Ich wollte dich fragen: Was ist das für ein witziges Auto, das du da fährst?»
Der Mann lachte freundlich. «Hallo lieber Tweribär, ich bin Franz. Das da ist ein Piaggio Ape – das ist Italienisch und bedeutet ‹Biene›. Und weisst du was? Die blaue Farbe ist die Firmenfarbe der Franz Twerenbold AG.» Tweribär staunte. «Und arbeitest du dort? Was macht ihr denn in dieser Firma?»
«Ich nicht mehr», sagte Franz. «Ich bin schon pensioniert. Aber meine Tochter und sogar meine Grosskinder arbeiten dort. Wir sind ein Recyclingbetrieb und betreiben den Ökihof in Baar.»
«Wow! Tochter und Grosskinder?», rief Tweribär erstaunt.
Franz nickte. «Oh, das ist noch längst nicht alles! Schon 1906 stand das erste Inserat unserer Familie in der Zeitung. Damals sprach man noch nicht von Recycling. Man sammelte Lumpen und Knochen.»
«Lumpen und Knochen?», wunderte sich Tweribär. «Warum das denn?»
Franz erklärte geduldig: «Lumpen waren alte Kleider. Die konnte man zerschneiden und als Putzlappen verwenden. Aus alten Knochen stellte man Leim her. Und auch viele andere Dinge konnte man wiederverwerten.» Tweribär hörte gespannt zu.
«Meine Ururgrosseltern waren sogenannte Jenische», sagte Franz. «Sie hatten keinen festen Wohnsitz. Sie zogen mit Wagen durchs Land und sammelten, was andere wegwarfen. Mit der Zeit wurde unsere Familie sesshaft – und wir zogen nach Baar, in die Altgasse. 2009 habe ich den Betrieb an meine Tochter übergeben», erzählte Franz weiter, «und seit 2018 arbeiten auch meine Grosskinder mit. Sie sind schon die 7. Generation!» Tweribär staunte. «So eine spannende Familiengeschichte!»
Franz lächelte. «Jetzt muss ich aber meine Einkäufe nach Hause bringen. Es hat mich sehr gefreut, dich kennenzulernen, lieber Tweribär. Komm mich doch mal in der Altgasse besuchen – dann zeigen wir dir unseren Betrieb!» – «Sehr gerne!», rief Tweribär und winkte dem kleinen blauen Piaggio nach, als es davonbrummte.
Auf dem Heimweg dachte Tweribär: «Was für eine interessante Familiengeschichte! Aber... was macht ein moderner Recyclist eigentlich genau? Ich glaube, ich sollte wirklich bald einen Ausflug in die Altgasse machen!» Und so plante Tweribär sein nächstes Abenteuer.

