Von Neapel nach Baar – und Ende September rund um die Welt
09.09.2026 RegionAngefangen hat es mit italienischen Musikanten, die vor über hundert Jahren in den Restaurants der Region Mandoline spielten. Am Konzert des Mandolinenorchesters Baar kann man Ende September hören, was aus der Mandolinenmusik seit diesem Zeitpunkt in Baar geworden ist.
Die Mandoline stammt aus Neapel, wo im 18. Jahrhundert jene Form entstand, die wir heute spielen: vier Saitenpaare, gestimmt wie eine Geige, angeschlagen mit einem Plättchen. Weil ein gezupfter Ton rasch verklingt, hält ihn die Mandoline mit dem Tremolo – dem schnellen Hin und Her des Plektrums. Heute haben jedoch neben diesem klassischen Tremolo auch andere Spielweisen Platz im Konzertprogramm des Mandolinenorchester Baar.
Dass es in Baar überhaupt ein Mandolinenorchester gibt, verdanken wir italienischen Musikanten, die in den Restaurants der Region spielten. 1924 gründeten sie zusammen mit Schweizer Gleichgesinnten den Mandolinen-Club Baar. Das erste Konzert fand im Februar 1925 im Saal des Restaurants «Brauerei» statt. Seit 1958 fand das Jahreskonzert mit wenigen Ausnahmen im Gemeindesaal Baar statt. Dort setzen wir am Samstag, 26. September um 19 Uhr die Reise fort, die einst in Italien begann: Unser Konzert führt durch verschiedene Länder und ihre Musik. Als Gäste wirken die Mandolinenklasse von Katsia Prakopchyk und Sergej Simbirev am Akkordeon mit.
Neue Musikanten willkommen
Die Musik lebt davon, dass sie auch weitergegeben wird. Wenn bei Ihnen zu Hause eine Mandoline oder Gitarre liegt, bringen Sie sie wieder zum Klingen: Wir proben jeden Dienstagabend um 20 Uhr in der Aula A im Schulhaus Sternmatt 1 und freuen uns über jede neue Stimme.
Für das Mandolinenorchester Baar: Tabea Imfeld

