Wiederaufbau Deubüel-Haus aufgegleist
26.02.2025 GesellschaftAm 12. April 2024 brannte im Baarer Weiler Deubüel ein frisch renoviertes Bauernhaus ab. Es blieben nur die Grundmauern übrig. Diese Leerstelle soll bald verschwinden.
MARCO MOROSOLI
Es war ein eindrückliches Bild, welches die Feuerwehr Baar am 12. April 2024 veröffentlichte (Baarer Zytig 14. August 2024). Zu sehen war ein Haus im Vollbrand. Kein Mensch kam dabei zu Schaden, weil die Mieterschaften der umfassend sanierten Liegenschaft noch nicht eingezogen waren. Jetzt macht sich die Eigentümerschaft der abgebrannten Baute daran, sie wieder aufzubauen.
Die detaillierten Pläne dazu lagen bis am 25. Februar im Baarer Rathaus öffentlich auf. Das Bauernhaus, das zum Wiederaufbau vorgesehen ist, war im Vorjahr bereits zum zweiten Mal abgebrannt. Das erste Mal geschah dies im Nachgang der Zweiten Schlacht bei Villmergen. Diese fand am 25. Juli 1712 statt. Zürcher Truppen kamen auf ihrem Heimweg im Deubüel vorbei und zündeten das Bauernhaus an. Sie hatten schon im Kloster Frauenthal gewütet und nahmen dort fast alles mit, das nicht niet- und nagelfest war.
Das erste Projekt mehr oder weniger kopiert
Die damaligen Eigentümer bauten das Bauernhaus wieder auf. Nun, mehr als 200 Jahre später, soll etwas entstehen, das länger hält. Interessant ist, dass die heutigen Rechteinhaber Nachfahren der Bauherrschaft aus dem frühen 18. Jahrhundert sind. Die Hofgruppe im Deubüel befindet sich bereits in der 14. Generation in den Händen der Familie Steiner. Es sollen drei Wohnungen mit 3,5 Zimmern und eine Dachgeschosswohnung entstehen. Das Dach soll mit Biberschwanzziegeln abgedeckt werden. Die Aussenhaut des geplanten Bauernhauses ist dunkelgrün geplant. Die Bauherrschaft ist optimistisch und will mit dem Wiederaufbau des Bauernhauses bereits im April beginnen. Das Haus soll dann bis im April 2026 fertig sein.
Die Bauverantwortlichen rechnen dabei mit Kosten für den Ersatzbau von rund drei Millionen Franken. Eine Zahl, die bereits für die Erstellung des abgebrannten Objektes eingesetzt war. Über die Brandursache des Feuers vom 12. April 2024 ist weiterhin öffentlich nichts bekannt.