1. August in Baar: Es geht auch ohne lautes Feuerwerk

  12.08.2026 Leserbriefe

Die Gemeinde Baar und Mitbeteiligte sowie viele Helferinnen und Helfer haben eine tolle 1.-August-Feier und das Jubiläum «500 Jahre alt fry Baar» organisiert. Das prächtige «Baarer» Festwetter und die Rede «unseres» Bundesrats Martin Pfister haben für einen Grossaufmarsch gesorgt. Am Abend hat man dann im Quartier, im Garten oder auf dem Balkon den Feiertag ausklingen lassen. Im Unterschied zu anderen Jahren hat keine laute Knallerei diese friedlichen Treffen gestört. Das verordnete Feuerwerksverbot wurde in Baar offenbar bestens eingehalten. Es ist wenigstens ein positiver Aspekt der aktuellen Trockenheit. Doch müssen sich Menschen, Tiere und die Umwelt am nächsten 1. August erneut «plagen» lassen? Das muss nicht sein: Denn am 29. November haben wir die Chance, der Knallerei am 1. August, an Silvester oder auch unter dem Jahr definitiv eine Absage zu erteilen. Dann gelangt die eidgenössische Volksinitiative «Für eine Einschränkung von privatem Feuerwerk» zur Abstimmung (an grösseren, öffentlichen Anlässen wären Feuerwerke nach wie vor möglich). Die Argumente gegen lautes Feuerwerk sind bekannt: Sie versetzen Haus-, Nutz- und Wildtiere in Panik. Sie generieren Lärm, Feinstaub und 1’300 Tonnen Abfall pro Jahr. Und sie belasten die Gesundheit empfindlicher Menschen. Laut einer Umfrage von GFS würden aktuell fast 70 Prozent der Stimmberechtigten die Initiative annehmen. Und auch in den Online-Foren sind die Meinungen zum aktuellen Feuerwerksverbot fast einhellig klar: Die von einem kleinen Kreis verursachte Feuerwerksknallerei entspricht in der Schweiz keiner Tradition und gehört abgeschafft.

André Guntern, Baar


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