An vier Tagen wird bis zum Gipfel gefeiert

  11.02.2026 Musik/Kultur

Räbevater Silvan I. Hotz führt das Räbevolk durch die vier schönsten Tage des Jahres: Vom 14. bis 17. Februar wird die Räbemetropole Baar zur Fasnachtshochburg.

«Fiire bis zum Gipfel.» So lautet das Motto des am 24. Januar inthronisierten Räbevaters Silvan I. Hotz. Als Urbaarer bringt er alle Voraussetzungen mit, um das Räbevolk durch die schönste Jahreszeit zu führen.

Silvan I. kann dabei auch auf die Familientradition zurückgreifen. Sein Vater durfte als Martin I. im Jahr 2003 als Räbevater amten. 23 Jahre später ist nun der Sohn an der Reihe. Er darf sich auf eine Räbefasnacht mit vielen Höhepunkten freuen. Gestartet wird bereits am Mittwoch, 11. Februar mit dem Crescendos-Ball im Gemeindesaal. Zwei Tage später hat das Baarer Fasnachtsvolk die
Qual der Wahl: Im Gemeindesaal lädt die Fröschenzunft Ebel am Fasnachtsfreitag, 13. Februar zum weltberühmten Fröschenball ein. Im Restaurant Neumühle feiert gleichzeitig die Guggenmusik Los Vas ihren 60. Geburtstag mit dem Kostümball «Ein Märchen aus 1001 Nacht».

Von Samstagabend, 14. Februar bis am frühen Morgen des Aschermittwochs herrscht in der Räbemetropole Ausnahmezustand. Den Auftakt macht die Aamuesetä am Samstagabend um 19 Uhr. Nach dem Fasnachtsgottesdienst in der Kirche St. Martin um 18 Uhr zieht Räbevater Silvan I. Hotz mit seinem Hofstaat zum Rathaus, wo er die wilde Konfettischlacht eröffnet. Wer früher in die

Fasnacht starten will, fährt um 13.30 Uhr nach Allenwinden. Um diese Zeit beginnt der Faschallumzug mit anschliessendem Bühnenspiel. Um 20 Uhr feiert Faschallminister Markus II. Rüttimann am Verknall-Ball in der Aula Allenwinden. Am Fasnachtssonntag, 15. Februar richten sich alle Augen auf die Räbemetropole. Dort steht um 14.30 Uhr der grosse Umzug mit über 50 Nummern auf dem Programm. Wer den Umzug sitzend geniessen möchte, kann sich einen Sitzplatz auf der Tribüne auf dem Bahnhofplatz sichern. Tickets für 50 Franken sind bei Heinrich Innenausstattung an der Marktgasse 9 erhältlich. Eine Silber-, Gold- oder Gönnerplakette ist Pflicht.

Baarer Schulkinder ziehen durch die Baarer Strassen

Der Fasnachtsmontag gehört traditionell dem Fasnachtsnachwuchs: Die Schulen Baar, Baarer Privatschulen, Wagenbaugruppen und Guggenmusiken machen den Kinderumzug vom 16. Februar zum Erlebnis. Gestartet wird wie am Sonntag um 14.30 Uhr.

Abgeschlossen wird die Räbefasnacht 2026 mit der Verbrennung des Räbechüng, des Baarer Fasnachtssymbols. Am Dienstagabend spielen auf dem Rathausplatz ab 19 Uhr verschiedene Guggenmusiken.
Um 19.45 Uhr beginnt der Fackelumzug, anschliessend wird der Räbechüng dem Feuertod übergeben. Danach werden an der Uslumpete bis in die frühen Morgenstunden die letzten Stunden der Räbefasnacht 2026 gefeiert.

Mit dem Kauf einer Plakette die Fasnacht unterstützen
Für den Besuch der Fasnachtsumzüge ist eine Plakette obligatorisch. Sie ist in drei Versionen erhältlich: in Silber (15 Franken), in Gold (30 Franken) sowie mit grosser Grundplatte als Gönnerplakette (100 Franken). Gekauft werden können die Plaketten an folgenden Vorverkaufsstellen: Heinrich Innenausstattung, Marktgasse 9; Radler Raum & Design, Dorfstrasse 23/25; Rathausapotheke, Dorfstrasse 3; Kiosk Rathausplatz, Dorfstrasse 2; Braui-Markt, Langgasse 41. An den Umzügen vom Fasnachtssonntag und vom Fasnachtsmontag wird zudem die Bronzeplakette für 7 Franken verkauft. Weitere Informationen auf www. raebefasnacht.ch

Für die Räbefasnacht: Silvan Meier


Liebe Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, Baarerinnen und Baarer, liebe Freunde von nah und fern

Ich nehme an, Ihnen geht es wie uns: Jedes Jahr, wenn sich Baar in ein buntes Meer aus Konfetti, kakophonischen Klängen und Masken verwandelt, wird man unweigerlich ins Dorf gezogen und zum Mitmachen animiert.

Schon von Kindsbeinen an kam ich in den Kontakt mit dem bunten Baarer Fasnachtstreiben.

So was vergisst man nicht, und dieses fasnächtliche «Fieber» wird man nicht mehr los.

Früher erlebte ich die Fasnacht und das ausgelassene Treiben noch im Restaurant meiner Mutter, dem legendären «Kreuz». Und bis zum letztes Jahr als treuer Besucher der fasnächtlichen Anlässe.

Dass ich nun selber Räbevater bin, freut mich riesig!

Es ist für die Räbemueter Andrea und für mich eine grosse Ehre und macht uns extrem stolz, dass wir dieses Jahr die Baarer Räbefasnacht anführen können.
Lasst uns die kommenden Tage nutzen, um etwas den Alltag zu vergessen, gemeinsam zu lachen, zu tanzen und unvergessliche Momente zu erleben. Wir laden alle ein, Teil der Räbefasnacht zu sein – aktiv, verkleidet, musizierend oder einfach geniessend am Strassenrand.

Wir freuen uns auf die kommende närrische Zeit mit Ihnen, die vielen fasnächtlichen Höhepunkte wie die Konfettischlacht am Samstag, die beiden grossen Umzüge am Sonntag und am Montag sowie aufs Verbrennen des Räbechüngs am Fasnachtsdienstag.

Kommt doch auch und seid dabei, wenn wir alle die Fasnacht geniessen und zusammen «fiired bis zum Gipfel»!

Räbevater Silvan I. und Räbemueter Andrea Fasnachtsgesellschaft Baar


Liebe Fasnächtler, Faschaller und alle, die in der Fasnachtszeit plötzlich wieder wissen, wo ihr Herz (und ihr Glas) steht, endlich ist sie wieder da – die Zeit, in der der Ernst offiziell beurlaubt wird, die Vernunft in den Winterschlaf fällt und der Humor ohne Rückfahrkarte das Kommando übernimmt. Als Faschallminister freue ich mich ausserordentlich, euch durch diese hochoffiziell unernsten Tage führen zu dürfen.

Die Fasnacht ist weit mehr als schräge Kostüme, schiefe Töne und Diskussionen darüber, wer letztes Jahr was getan hat (oder besser nicht getan hätte). Sie ist Zusammenhalt, Tradition und der einzige Moment im Jahr, an dem man über sich selbst lachen darf – und es auch unbedingt tun sollte. Denn ganz nach meinem Motto: «Wo’s Härz lacht, isch Fasnacht.» Und wenn das Herz nicht lacht, dann helfen Musik, ein guter Witz oder notfalls ein zweites Getränk.

Ein speziell grosser Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, Vereinen, Zünften und Wagenbauern, die mit viel Herzblut, Schlafmangel und kreativer Improvisation dafür sorgen, dass diese Fasnacht wieder legendär wird – und natürlich den Guggern, die mit lautem Blech, viel Rhythmus und noch mehr Leidenschaft zeigen, dass Musik nicht perfekt sein muss, sondern nur mitreissend. Ohne euch wäre alles nur halb so bunt, halb so laut und definitiv viel zu normal.

Ich wünsche euch ausgelassene Stunden, friedliche Umzüge, volle Gläser und Erinnerungen, die man stolz erzählt – oder elegant verschweigt. Feiert mit Mass, aber bitte nicht mit Langeweile. Und denkt daran: Nach der Fasnacht ist vor der Fasnacht… nur mit weniger Glitzer.

In diesem Sinne: Mit einem dreifachen Faschalleri – Faschallera, ha, ha, ha, haa

Markus II.


Der dreiste Raub im Louvre hatte auch Folgen für die Fröschenzunft Ebel. Für eine Sonderausstellung im Louvre in Paris wurden neben kaiserlichem Schmuck auch die Insignien des Zunftmeisters als Leihgabe bis Ende 2025 ausgestellt.
Doch einer der Räuber ergriff die kostbaren Stücke –, nämlich Zweispitz, Kette, Zepter, Frosch und den dazugehörigen Orden –, zog auch die ausgestellten Kleider an und wurde noch von einer Kamera fotografiert. Der Täter verschwand und gab nach seiner Verhaftung das Versteck für diese für die Fröschenzunft unschätzbaren Stücke nicht preis. Aus diesem Grund war auch kein Zunftmitglied bereit, das Amt des Zunftmeisters zu übernehmen, denn ohne all diese Ehrenzeichen kann und will niemand an der Fasnacht 2026 im angemessenen Ornat auftreten. Die Findungskommission der Zunft hofft in enger Zusammenarbeit mit der französischen Polizei, dass alle Teile im Laufe des Jahres wieder zurückgegeben werden.

Weiterführende Recherchen haben ergeben, dass die Fröschenzunft Ebel trotz dieser widrigen Umstände auch dieses Jahr am Baarer Umzug teilnehmen wird. Denn vor genau 80 Jahren war es nämlich die «Fasnachtsgesellschaft Inwil», die zum grossen Erstaunen von ganz Baar einen Umzug mit mehreren Nummern im Baarer Dorf durchführte.

Um den verschwundenen Insignien auf die Spur zu kommen, haben die Ebeler Wagenbauer in kürzester Zeit einen Teil des Louvres nachgebaut. Dieser wird in der Herti zu Zug und in der Räbenmetropole dem Fasnachtsvolk vorgeführt. Sie hoffen sehr, hier allen Schmuck wieder hervorzaubern zu können, die Fasnacht 2027 kommt ja bestimmt, da soll ja wieder ein Oberhaupt die Zunft anführen. Allfällige Hinweise über den Verbleib dieser Gegenstände nimmt die Fröschenzunft Ebel bis zur alten Fasnacht dankend entgegen.

Bericht unseres Sonderkorrespondenten direkt aus Paris


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