Fasnächtlicher Streifzug

  25.02.2026 Musik/Kultur

Dieser Gang durch die Baarer Fasnacht führt nicht zu den beiden Umzügen mit den vielen begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern, sondern durch die kleineren, aber nicht minder wertvollen Begegnungen des Wochenendes.

ERNST BÜRGE

Überblick über die Tage ab dem Schmutzigen Donnerstag:

Zuerst bei der zuwebe
Der traditionell sehr fröhliche und ausgelassene Ball am Abend des Schmutzigen Donnerstags stand heuer unter dem Motto «Rund um die Welt». Phantasievolle Kostüme vom Koffer über den Reiseleiter bis zur fahrenden Kuh konnten bestaunt und letztlich prämiert werden. Räbevater Silvan I. mit Räbemueter Andrea samt Hofstaat und eine Delegation der Fröschenzunft Ebel waren willkommene Gäste und feierten mit grosser Freude mit.

Am Freitag beim Fröschenball
Im fröschlich dekorierten Gemeindesaal traf sich abends ein tanzfreudiges Publikum, um bis tief in die Nacht die Fasnacht zu feiern. Das «duo party-sound» bot beste Unterhaltung, die Guggenmusiken Minifodrios, die Fidelios, wie auch die BigBand Cosa Nostra trugen zur tollen Stimmung bei. Räbevater Silvan I. mit seiner Räbemueter und dem Hofstaat sowie Faschallminister Markus II. von Allenwinden mit zahlreichem Gefolge schunkelten ebenfalls fleissig mit und zogen bei manchen Polonaisen voraus. Von den zahlreichen kostümierten und maskierten Gästen konnten fünf Gruppen und Einzelmasken sogar prämiert werden. So blieb gar keine Zeit, auch den Jubiläumsball der Guggenmusik Los Vas in der Neumühle zu besuchen.

Aamuesetä am Samstag
Zu Beginn des Abends versammelte sich recht viel Volk in der Pfarrkirche St. Martin, um am Fasnachtsgottesdienst teilzunehmen. Mit fröhlich-besinnlichen Worten entboten Räbevater Silvan I. und Fröschenzunft-Präsident Oliver Betschart ihre Grussworte, Diakon Roger Kaiser und Pfarrer Anthony Chukwu leiteten die humorvoll gestaltete Feier. Mit raumfüllenden Klängen begleiteten die Belcantos die Messe.

Von der Pfarrkirche bis zum Rathaus bildete sich anschliessend der Fackelumzug hin zur Aamuesetä.

Räbevater Silvan I. und sein Gefolge stiegen hinauf zum Bürgersaal, um die Fasnacht zu starten. Mit dem Ruf: «Die Baarer Fasnacht 2026 ist eröffnet!» schleuderte der Räbevater den ersten Sack Konfetti hinunter auf den Platz, wo sich viele Kinder und Erwachsene versammelt hatten. Damit jedoch nicht genug: Von der Konfettikanone her wurden 40 Säcke à 10 Kilogramm dieser Millionen Papierschnitzel über den Platz geblasen. Trotz regnerischem Wetter führte dies zur Konfettischlacht, wo sich auch der Räbevater zum Volk gesellte.

Und hin zur Schränzegg
Vom Platz beim Gemeindehaus bis hinter das Marktgass-Schulhaus wurde in den vergangenen Tagen eifrig gearbeitet und eine ganze Anzahl Bars sowie ähnliche Lokale boten Gelegenheit zum närrischen Beisammensein. Das nasskalte Wetter lud erst recht ein, sich in der Musighütte, in der Fruchtbaar, in der Fahr-Baar-Bar, im Tropicana, in der Chicago-Baar, beim Pisteknaller, bei der Füürwehr oder sonst an einer Stätte aufzuwärmen. Die reichhaltigen Getränkekarten erfüllten fast alle Wünsche der Besucher. Das Credo in der Schränzegg ist klar, vom Samstagabend bis am Aschermittwochmorgen ist die Parole: «Durchgehend geöffnet!» Prost!


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