Nach Baar gekommen, um zu bleiben

  06.05.2026 Musik/Kultur, Kirchliches

Die reformierte Kirche in Baar hat mit Charlotte Jussli eine neue Pfarrerin gewählt. Ende April ist sie in ihr Amt eingeführt worden.

MARCO MOROSOLI

Es handelt sich um einen Zungenbrecher, aber einmal ist er eine Erwähnung wert. Die neue Pfarrerin Charlotte Jussli wirkt seit Anfang Februar 2026 für die Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde des Kantons Zug – Pfarramt Baar Ost und Neuheim. Am späten Morgen des letzten Sonntags im April 2026 ist Jussli offiziell und förmlich zum Dienst an Gott und den Menschen der Reformierten Kirchgemeinde in Baar eingesetzt worden. Die verheiratete Pfarrerin erzählte im Nachgang dieses feierlichen Aktes mit Stolz, dass rund 120 Gläubige in der Kirche an der Haldenstrasse in Baar präsent waren.

Ende 2025 bekannten sich in der Gemeinde elf Prozent als evangelisch-reformiert. Dies bei einer ständigen Baarer Wohnbevölkerung von 25’000 Menschen per Ende 2025. Die Reihen in der ältesten Reformierten Kirche in der Zentralschweiz – erstellt in den Jahren 1866/67 – waren sicher auch aus «Gwunder» gut gefüllt. Dies soll auch kein einzelnes Leuchtturmerlebnis gewesen sein. Jusslis Ansage macht Lust auf mehr Kirche. Sie verspricht für künftige Predigten: «Ich möchte den Leuten nichts erzählen, was sie sich nicht ohnehin schon selbst denken können.» Die 38-Jährige ist motiviert, an ihrem neuen Wirkungsort etwas in Bewegung zu setzen. Sie sagt im Gespräch: «Ich bin mit Leib und Seele Pfarrerin.» Nach Baar gekommen ist die in Heidelberg Geborene, um den Menschen vor Ort zu begegnen und gemeinsam etwas zu bewegen.

Ein auf sie zugeschnittenes Jobprofil
Charlotte Jussli hat mit ihrer neuen Stelle in Baar das gefunden, wonach sie suchte. Ihrem Stellenbeschrieb gemäss beabsichtigt sie, sich aktiv in die Reformierte Kirchgemeinde in Baar einzubringen. Das Allgemeine passe ihr. An ihrem letzten Wirkungsort in der Stadt Zürich arbeitete die Pfarrerin im Bereich «Jugend und junge Erwachsene». In der grossen Stadt seien die verschiedenen kirchlichen Aufgaben vielfältig den Pfarrerschaften zugeordnet worden. In Baar könne sie unmittelbarer tätig sein, da sie mit ihrer Frau hier wohne. Ohne Zweifel die perfekte Berufung.

Die neu nach Baar gekommene Pfarrerin verfügt über beste Referenzen. Die in Heidelberg (Baden-Württemberg) geborene Pfarrerin hat sich an den Universitäten Mainz (Rheinland-Pfalz), Rom (Italien) und Basel ein umfangreiches Rüstzeug erworben, um ihre verantwortungsvolle Tätigkeit mit Leben zu füllen. Ihr Theologiestudium mit allem Drum und Dran in Basel erwähnt Charlotte Jussli fast beiläufig.


Image Title

1/10

Möchten Sie weiterlesen?

Ja. Ich bin Abonnent.

Haben Sie noch kein Konto? Registrieren Sie sich hier

Ja. Ich benötige ein Abo.

Abo Angebote