Ehrung der besten Baarer Athletinnen und Athleten
23.09.2026 SportAm vergangenen Freitagabend trafen sich 140 eingeladene Sportlerinnen und Sportler mit ihren Angehörigen und Freunden zur Sportlerehrungen im Gemeindesaal. Besonders erfreulich war, dass 62 Jugendliche mit dabei sein konnten.
ERNST BÜRGE
Versiert führte zum wiederholten Male Sven Furrer durch den Abend. Eingeladen worden waren alle, die an Schweizer-(SM), Europa-(EM) und Weltmeisterschaften (WM) oder Weltcupanlässen (WC) Medaillenränge erreicht haben. Dazu gehörten mit Noé Roth und Calvin Thürkauf sogar zwei Olympiateilnehmer, die im vergangenen Winter in ihren Sportarten Silbermedaillen errangen. Diese beiden konnten jedoch nicht anwesend sein, da sie im Training oder bereits in der neuen Saison im Einsatz waren. Für Furrer war dieser Abend – der Jahreszeit angepasst – ein Erntedank, an dem die Gemeinde Baar allen Athleten für ihre Erfolge der vergangenen zwei Jahre danken konnte. Gemeinderätin Sonja Zeberg-Langenegger, Markus Büttiker, Präsident der Turn- und Sportkommisson, sowie Thomas Huber von der Abteilung Liegenschaften/Sport hatten eingeladen und konnten anschliessend die Preise verteilen. Für Büttiker war es das letzte Mal vorne dabei, denn nach acht Jahren übergibt er sein Präsidium an Andrea Stehlin.
Die Preisübergabe
Für Noé Roth nahm seine Mutter und früher ebenfalls sehr erfolgreiche Ski-Freistil-Athletin den Preis entgegen. Dieser Sport sei eine Familiensache. Sie selbst sei an den Olympischen Winterspielen 2026 ebenfalls dabei gewesen, vor und während den Sprüngen von Noé sehr nervös und nachher hocherfreut über seinen Erfolg.
In drei Blöcken wurden nun die Sportler gruppenweise aufgerufen, nach vorne zu kommen, ihren Preis abzuholen und mit einem Winken ins Publikum wieder in den Saal zurückzukehren. In 21 Sportarten wurden von Baarerinnen und Baarern Erfolge gefeiert. Sie alle konnten ihren verdienten Lohn abholen, seien es Baarer Franken oder Goldvreneli. Bei Rope Skipping kamen sogar 29, beim Schwimmen 27 und beim Kunstradfahren 18 Mitglieder auf die Bühne. Immer wieder interviewte Furrer einzelne Preisträger. Marie-Louise Schuler vom Boccia-Club Lorze Baar kam aus Spass zu ihrem Sport, der auf verschiedenen Wegen sogar 2014 zur Schweizer Meisterin führte.
Auflockernd zeigte die Show-Gruppe von Rope Skipping zwischendurch zweimal, was mit Seilspringen alles möglich ist. Für eine solche Show brauchte es lange Vorbereitungszeit. Erst suchen sie ein Thema, hier «Pirates», dann die Musik und die Choreografie. Bis zur Auftrittsreife wird etwa ein halbes Jahr fleissig trainiert. Dass sich der Aufwand lohnt, zeigte sich am grossen Applaus und dem Wunsch nach einer Zugabe.
Dass Sport keine Altersgrenzen hat, beweist insbesondere Tisch-Tennis-Club Baar. So errangen in der Kategorie U11 Andy Kuang und Lukas Seiler den dritten Rang an der SM 2026. Die beiden meinten dazu, dass sie eigentlich hauptsächlich das Einzelspiel trainierten und wenig das Doppel, dennoch waren sie gemeinsam erfolgreich. Mit Horst Schwiegers (O80), Rolf Nölkes (O70) und Marcel Brandenberg (O60) gehörten Senioren im Einzel und Doppel ebenfalls zu den Gewinnern.
Die Special Olympics National Games in Zug und Baar waren ein ganz besonderes Ereignis im letzten Sommer. Mit David Ambühl im Schwimmen konnte auch hier ein junger Athlet gefeiert werden. Zum Anlass befragte Furrer den Verantwortlichen fürs Schwimmen, Adrian Andermatt, und später auch den Geschäftsführer Felix Jaray. Nach fünf bis sechs Jahren Vorbereitung waren in 16 Sportarten junge und ältere Teilnehmende angetreten, die mit viel Einsatz um Erfolge kämpften. Ausgezeichnet wurden dabei alle, und grosse Begeisterung war überall zu spüren.
Ehrung mit dem Baarer Spezialpreis
Gemeinderätin Zeberg-Langenegger dankte dem OK der Special Games für ihr grosses Engagement und überreichte Felix Jaray diese verdiente Auszeichnung.
Mit dem grossen Dank an alle Athleten, Trainer, Betreuer und Familien konnte Furrer diesen Teil abschliessen und lud alle zum verdienten Apéro ein.
Apérogespräche
Die Kunstradfahrerin Stefanie Moos (2. an Schweizer Meisterschaft und Weltcup 2024) genoss diesen Abend nochmals, sie hat unterdessen ihre aktive Karriere abgeschlossen. Drei Trainings wöchentlich und viele Weekends gehörten zu dieser Zeit. Nun wird sie sich der Nachwuchsbetreuung widmen und im Vereinsvorstand mitwirken.
Die Unihockeyanerin Lynn Nussbaumer war bei U17 mit Zug United Gewinnerin des Schweizer Cups 2026. Sie meinte: «Der Sport gibt mir etwas mit auf meinen Weg!»
Melanie Gut spielt beim Schwimmclub Zug Wasserball, wo das Team mit ihr in den letzten beiden Jahren in den Kategorien U18 und U16 Schweizer Meister wurde. Die Baarer Auszeichnung ist für sie eine grosse Ehre und gibt für weitere Taten Ansporn. Ihre Mutter Petra Gut-Wyss unterstützt Melanie nach Kräften und fährt vielmals für sie Taxi, und im Vereinsbus begleitet sie die ganze Mannschaft. Sie freut sich sehr, dass Melanie auch im Nationalteam der Junioren mitwirken kann.
Benjamin Lartey ist mehrfacher Schweizer Meister und Cupsieger im Streethockey bei den Oberwil Rebells. Mit dem Team trainiert er dreimal pro Woche. Er findet es sehr cool, dazu zu gehören. Sein Ziel ist, das Erreichte in der nächsten Saison zu bestätigen.
Noch länger wurde an den verschiedenen Stehtischen lebhaft diskutiert und auch gefragt: Wer ist an der Baarer Sportlerehrung 2028 wieder dabei?

