Ein Ja für Sport und Vereinsleben in Baar
26.08.2026 LeserbriefeAn der Gemeindeversammlung vom 10. September wird über den Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes im Lättich entschieden. Für mich sprechen gute Gründe für diese Investition.
Der FC Baar zählt heute über 750 Mitglieder und rund 35 Mannschaften. Hinter diesen Zahlen stehen Kinder, Jugendliche und Erwachsene – aber auch zahlreiche Trainer, Funktionäre und Helfer, die sich mit viel Zeit und Herzblut engagieren. Diese Vereinsarbeit ist wertvoll für Baar: Sie fördert Bewegung, Gemeinschaft und insbesondere eine sinnvolle Freizeitgestaltung unseres Nachwuchses.
Doch dieses Engagement braucht die passende Infrastruktur. Die bestehenden Plätze stossen an ihre Kapazitätsgrenzen. Besonders bei schlechter Witterung können die Naturrasenplätze nur eingeschränkt genutzt werden, wodurch sich der Trainings- und Spielbetrieb auf den bestehenden Kunstrasen konzentriert. Der Bedarf für zusätzliche, zuverlässig nutzbare Kapazitäten ist entsprechend ausgewiesen.
Der Baukredit von 2,38 Mio. Franken ist zweifellos eine bedeutende Investition. Entscheidend ist jedoch, was damit ermöglicht wird: eine besser nutzbare Sportinfrastruktur und gute Rahmenbedingungen für eine wertvolle Vereinsund Nachwuchsarbeit. Dieses Engagement hat einen hohen Wert für unsere Gemeinde. Eine Investition in die dafür notwendige Infrastruktur ist deshalb aus meiner Sicht gut angelegtes Geld.
Richtig ist gleichzeitig, die langfristige Entwicklung des gesamten Lättich-Areals im Auge zu behalten. Die laufende Gesamtschau soll die verschiedenen Sportanlagen und weiteren Nutzungen aufeinander abstimmen und das Areal als Ganzes weiterentwickeln. Der neue Kunstrasen ist dabei als Sofortmassnahme innerhalb der bestehenden Anlage vorgesehen. Auch wenn die Sportplätze mittel- oder langfristig anders angeordnet werden sollten, bleibt die Investition sinnvoll: Der Bedarf besteht heute, und der neue Platz schafft vom ersten Tag an einen konkreten Mehrwert.
Wer von unseren Vereinen gute Nachwuchs- und Gemeinschaftsarbeit erwartet, muss ihnen auch die notwendigen Rahmenbedingungen bieten. Deshalb verdient der neue Kunstrasen im Lättich am 10. September ein klares Ja.
Markus Widmer, Baar
