Faschall-Umzug trotzt dem Wetter

  25.02.2026 Musik/Kultur

Trotz nasskalten Temperaturen und grauem Himmel lockte der Faschall-Umzug am Samstag zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer auf die Strassen von Allenwinden. 17 Nummern sorgten für farbenfrohe Stimmung und bewiesen, dass die Fasnacht im Dorf lebendig ist.

RAHEL HEGGLIN

Der 57. Umzug führte von oben durchs Dorf talwärts, drehte bei der Winzrüti und nahm anschliessend die Strecke wieder hinauf in Angriff. Mit kreativen Kostümen, aufwendig gebauten Wagen und lauter Guggenmusik zogen die Gruppen an den vielen Schaulustigen vorbei. Rund 140 Personen wirkten laut Zeremonienmeister und Speaker Remy Frick aktiv mit, sei es zu Fuss oder auf einem der Wagen. Begleitet wurde der Umzug unter anderem von der Allenwindner Guggenmusig Grütlihüüler und der Guggenmusig Aspirin, bei welcher auch der Faschallminister Markus II dabei ist. In diesem Jahr durfte er aber ganz «Fasnachtsoberhaupt-like» in der Kutsche am Umzug mitfahren und Orangen verteilen.

Weniger Gruppen wegen Ferien
In diesem Jahr waren insgesamt 17 Nummern am Start. Laut Umzugschef Raphael Bieri liegt der langjährige Durchschnitt eher bei 22 Gruppen, im vergangenen Jahr waren es sogar 26. Dass es diesmal weniger waren, hängt unter anderem mit den Schulferien zusammen. «Wenn diese in die Fasnachtszeit fallen, beteiligen sich Schulen und Spielgruppen oft nicht daran», sagt der Umzugschef. Dennoch zeigte sich das OK zufrieden.

Grosser Aufwand hinter den Kulissen
Damit der Umzug reibungslos stattfinden kann, braucht es umfangreiche Vorbereitungen. Umzugschef Bieri ist innerhalb der Fasnachtsgesellschaft für die gesamte Organisation des Umzugs zuständig. Wochen im Voraus werden Gruppen kontaktiert, Bewilligungen eingeholt und Sicherheitsfragen geklärt. «Die Fahrzeuge müssen den kantonalen Vorschriften entsprechen, eingelöst sein oder mit einer Tagesnummer verkehren», erklärt er. Auch Masse und technische Anforderungen sind klar geregelt. Eine Woche vor dem Anlass besucht das Organisationskomitee traditionell die Wagenbauer. Dabei werden nicht nur die Sujets begutachtet, sondern auch allfällige problematische Inhalte angesprochen.

Mehr Vorschriften, weniger Helfer
Der organisatorische Aufwand ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Seit der Pandemie sei die Besucherzahl bei vielen Anlässen leicht rückläufig, gleichzeitig sei der Aufwand gross. «Diesen Aufwand nehmen wir aber für unser Kulturgut gerne in Kauf», so Bieri. Auch im Vorstand werde es nicht einfacher, genug Personen für die ehrenamtliche Arbeit zu finden.

Rund um den Fasnachtssamstag investiert das OK drei bis vier Tage Arbeit für Vorbereitung, Aufstellen, Durchführung und Aufräumen. Am Umzugstag selbst sind die Vorstandsmitglieder entlang der Route unterwegs, koordinieren das Tempo und reagieren auf unvorhergesehene Situationen. So wird sichergestellt, dass der Umzug nicht auseinanderreisst und alles sicher abläuft.

Nach dem Umzug ging das Fest in der Aula weiter. Mit Festwirtschaft, Kaffeestube und dem abendlichen Faschall-Ball unter dem Motto «Verknall Ball», welches perfekt zum Valentinstag passte.


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