Nationalrat Aeschi missbraucht Parteiforum

  11.02.2026 Leserbriefe

Beim letzten Parteiforum der Baarer Zytig waren die Parteien eingeladen, zu folgender Frage ihre Ansichten darzulegen: «Mit welchen Strategien soll sichergestellt werden, dass Baar ein attraktiver Standort für Global Player bleibt, ohne dabei seine gewerbliche Vielfalt und den dörflichen Charakter zu verlieren?» Sämtliche Parteien haben darauf geantwortet – ausser die SVP. Unser Nationalrat Thomas Aeschi hat mit einem Standardtext Werbung für die SVP-Initiative gegen die 10-Millionen-Schweiz gemacht. Mit keinem Wort ist er auf die Frage im Parteiforum eingegangen. Damit hat er dieses für ein nationales Thema missbraucht. Sicher gibt es in Baar Vertreterinnen und Vertreter der SVP, die Ideen und Vorschläge haben, wie das lokale Gewerbe gefördert werden kann. Auch diese hat er übergangen.

Es ist im Übrigen widersprüchlich, wenn sich Nationalrat Aeschi hier in Baar mit Vehemenz gegen die Zuwanderung einsetzt, da die von der SVP vertretene Tiefsteuerpolitik im Kanton Zug genau diese Zuwanderung begünstigt. Die Auswirkungen sind bekannt: Verteuerung und Verknappung des Wohnraums mit der Folge, dass die weniger zahlungskräftige einheimische Bevölkerung in Nachbarregionen abwandern muss. Die SVP ist gut beraten, bei den anstehenden gemeindlichen und kantonalen Wahlen auf das Thema «Zuwanderung» zu verzichten, für die sie hier selber verantwortlich ist.

André Guntern, Präsident Alternative – die Grünen Baar


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