Neutralitätsinitiative

  26.08.2026 Leserbriefe

Dass es überhaupt zu dieser Initiative kam, liegt an den Sanktionen gegenüber Russland.

Beim Wiener Kongress 1814/15 wurde über die Neutralität der Schweiz gesprochen und nach der Niederlage Napoleons bei Waterloo beim Kongress am 20. November 1815 in Paris wurde der Schweiz von den Siegermächten die immerwährende Neutralität zugesprochen, unter zwei Bedingungen: erstens musste sie eine eigene Armee haben und zweitens mussten die von Napoleon geschaffenen neuen Kantonsgrenzen akzeptiert werden. So wurde es in Tagsatzung übernommen zum Missfallen der Kantone Bern und Uri. Und schliesslich in der Verfassung 1848. Was diese Initiative will, ist, als neutraler Staat die Haager Abkommen 5 und 13 in die Verfassung schreiben. Denn mit diesen Abkommen durfte man noch mit dem Aggressor wirtschaftliche und militärische Geschäfte machen, weil der Unterschied nicht klar war, darum konnte die Schweiz im 2. Weltkrieg mit den Achsenmächten Geld verdienen und den Krieg verlängern. Die Haager Abkommen sind seither Kriegsrecht.

Die UNO wurde am 26. Juni 1945 gegründet. Seither gibt es die Charta, in der der Unterschied gemacht wird. In diesem Fall Russland der Aggressor, und das Opfer die überfallene Ukraine und nicht umgekehrt. Das heisst, nach der UNO-Charta wird Russland mit Sanktionen wirtschaftlich und militärisch bestraft, und die Ukraine erhält die Unterstützung. Die neutrale Schweiz gehört auch der UNO an. Ich lehne diese Initiative ab. Ich kann sie gegenüber meinen Enkelkindern und ihren Nachkommen nicht verantworten. Ich brauche kein Haager Abkommen in der Verfassung. Darum am 27. September ein Nein an der Urne.

Markus Egloff, Baar


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