Nina Brunner gewinnt den Zuger Sportpreis

  12.02.2025 Sport

An der Zuger Sportnacht wurden die Erfolge der Zuger Sportlerinnen und ler im Theater Casino Zug gefeiert. Sportler aus Baar waren nicht nominiert. Trotzdem war ein Baarer bei der Wahl von entscheidender Bedeutung.

EDI WIDMER

Am 31. Januar 2025 wurde das Geheimnis der Zuger Sportnacht gelüftet: Nina Brunner heisst die stolze Gewinnerin des Zuger Sportpreises 2024. Die gebürtige Steinhauserin war 2024 mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Beachvolleyball an den Olympischen Spielen, der Goldmedaille an den Schweizer Meisterschaften und dem Gewinn der Elite- 16 Tour in Hamburg und Tepic auf Siegestour. Dieser eindrückliche Leistungsausweis hat die kantonale Sportkommission und den Zuger Regierungsrat überzeugt. Ebenfalls nominiert waren Marcel Bieri (Schwingen), das U20-Elite Team des EV Zug (Eishockey), Géraldine Frey (Leichtathletik), Lenz Hächler (Ski Alpin), Olivia Keiser (Duathlon) und Zug United NLA Männer (Unihockey).

An der Feier wurden jene Zuger Sportlerinnen und Sportler gewürdigt, die im Jahr 2024 herausragende Leistungen erbrachten. Die zahlreichen Erfolge in den verschiedensten Sportarten erfüllen den Zuger Regierungsrat mit Stolz. «Nina Brunner hat sich Punkt für Punkt bis zur Olympiamedaille nach vorne gekämpft. Dem gebührt mein grosser Respekt», sagte Regierungsrat Martin Pfister. Für Brunner war es nach 2013 und 2015 bereits das dritte Mal, dass sie den begehrten Preis entgegennehmen durfte.

Obwohl die Baarer in diesem Jahr nicht im Kampf um die Trophäe mittun konnten, stand immerhin ein Baarer bei der Nomination der Sportler im Mittelpunkt. Adrian Andermatt, der Präsident der kantonalen Sportkommission, entscheidet jeweils anhand von strengen Kriterien, wer an der Zuger Sportnacht in die engere Wahl kommt: «Wir führen über das ganze Jahr eine Liste. Auf diese Liste kommen alle Zuger Sportler, die mindestens einen Schweizer-Meister-Titel aufweisen können.»

Die Baarer waren nahe dran
Hier wären auch Baarer dabei gewesen, wie zum Beispiel die Ruderin Patricia Merz. Und immer ein heisser Kandidat ist Noé Roth (Aerials), der den Preis 2019 und 2020 schon zweimal gewinnen durfte. Auch Nalanie Buob konnte eine Teilnahme an den Paralympics vorweisen. Trotzdem waren diesmal andere noch besser. Entscheidend bei der Wahl waren dabei die Mitglieder der Sportkommission. «Jeder hat acht Punkte zu vergeben, und dann wird diskutiert. Wichtig ist auch der internationale Stellenwert der einzelnen Sportarten», erklärte Andermatt.

Neben dem Zuger Sportpreis wurde an der Sportnacht auch der Prix Panathlon verliehen, eine Auszeichnung, die ehrenamtliches Engagement im Sport würdigt. Für das Jahr 2024 ging die Ehrung an Köbi Eugster. Der ehemalige Trainer und OK-Chef der Prague Games erhielt den Preis für sein leidenschaftliches Engagement im Unihockeysport, das ihn zu einer zentralen Stütze des Zuger Unihockeys gemacht hat.

Besonders hervorzuheben ist auch die langjährige Arbeit des Goldschmieds und Künstlers Urs Bischof. Bereits zum elften Mal schuf er die Sportpreis-Skulptur. Auch Bischof hat eine Baarer Vergangenheit. Nachdem er als Fussballer 1969 im zarten Alter von 22 mit dem FC St.Gallen den Schweizer Cup gewonnen hatte, führte ihn sein Weg vom FC Luzern zum FC Zug, den er als Spielertrainer von der 3. Liga in die Nationalliga B brachte.

Die Baarer Vergangenheit
Später übernahm er den FC Baar und war sogar als Trainer des FC Luzern im Gespräch. Dieses Angebot lehnte er jedoch ab, weil sein Geschäft als Goldschmied bereits schon sehr gut lief. Später fungierte er zudem als Berater im fussballerischen Bereich und betreute Junioren und Spieler wie Martin Andermatt.

Der andere Andermatt, also Adrian, der jetzt die Sportler für den Zuger Sportpreis nominiert, hat auch eine lange und erfolgreiche Sportlerkarriere hinter sich. Als Schwimmer beim Schwimmverein Baar und später in Uster sammelte er Schweizer-Meister-Titel und Medaillen im Multipack: Ganze 173 Mal stand er an Schweizer Meisterschaften auf dem Podest. 37 Mal davon als Sieger.

27 Jahre dauerte seine beeindruckende Karriere als Sportler. Andermatt vertrat die Schweiz auch regelmässig an internationalen Wettkämpfen. Seinen grössten Erfolg errang er 1996, als er an den Kurzbahn-Europameisterschaften in Rostock über 200 Meter Crawl Bronze gewann. Der Traum von einer Olympia-Teilnahme blieb hingegen unerfüllt. Auch den Zuger Sportpreis konnte er nie gewinnen. Den gibt es erst seit 2013. Immerhin konnte er an der Zuger Sportnacht mit der Olympiamedaillengewinnerin Nina Brunner mitfeiern. Dass sie den Preis gewonnen hatte, war ja auch irgendwie das Verdienst des Baarers.


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