Räbedibum, die Fasnacht 2026 ist vorbei
25.02.2026 Musik/KulturNoch einmal versammelte man sich am Dienstagabend auf dem Rathausplatz. Noch einmal wurde gefeiert, und doch lag bereits ein Hauch von Wehmut in der Luft. Denn mit der Verbrennung des Räbechüngs geht die Fasnacht 2026 zu Ende.
JILL EBERHARD
Wie kann die Fasnacht Jahr für Jahr so lange Spass machen? Vielleicht, weil sie mehr ist als Trommelwirbel und Konfetti. Sie ist Begegnung, Zusammenhalt und gelebtes Brauchtum. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren vieles verändert hat
– so gibt es weniger Beizen und manches ist ruhiger geworden – bleibt eines konstant: der Zuspruch aus der Bevölkerung und die sichtbare Freude am gemeinsamen Feiern. Das freute auch Räbevater Silvan I., als er, mit Räbemueter Andrea an seiner Seite, das Wort ergriff. Er dankt Petrus, der der Fasnacht wohlgesinnt schien, und richtete seinen Dank an alle, die sich in irgendeiner Form an der Fasnacht beteiligt hatten und diese Tradition weiterleben. Besonders aber wandte er sich an die Kinder: «Was wäre die Fasnacht ohne euch?» Ohne sie sei die Fasnacht wie Brot ohne Salz oder wie ein feines Essen ohne Dessert, einfach trostlos. Vielleicht, meinte er, stehe ja unter ihnen bereits ein zukünftiger Räbevater.
Der Chüng geht in Rauch auf
Um Punkt 20 Uhr, nach dem letzten Fackelumzug der diesjährigen Fasnacht, wurde der Räbechüng vom Seil herabgelassen. Die Guggenmusik «Belcantos» gab den Takt vor, die Räbegäuggel tanzten im Kreis herum. Dann wurde der Chüng angezündet. Noch schien er sich gegen sein Schicksal zu wehren, doch langsam griffen die Flammen um sich. Auch wenn mit ihm die Fasnacht 2026 endete, ist die Vorfreude auf die nächste Fasnacht bereits da!



