Referate über das Mittelalter in der Zentralschweiz
25.02.2026 VermischtesDas Mittel alter weist viele Facetten auf. Die Referatsreihe zur Sonderausstellung des Museums Burg Zug ent deckt die hintersten Ecken und verborgensten Winkel dieser Zeit.
pd / In der aktuellen Sonderausstellung «hûs, stat, fëld – Mittelalter in der Zentralschweiz» im Museum Burg Zug dreht sich alles um den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner der Region zwischen 1200 und 1550.
Alpenüberquerungen
Dazu gehören auch die Mobilität und der Handel. Der Weg durch die Alpen ist beschwerlich, aber unvermeidlich, um die Wirtschaftszentren nördlich und südlich des Gebirges zu verbinden. Die neu eröffnete Gotthardroute bietet dabei neue Möglichkeiten. Wie meisterten die Händler dies? Das Expertenreferat am 26. Februar mit Dr. phil. Romed Aschwanden gibt einen Einblick in die Realitäten von damals.
Eidgenossen und Habsburger
Der Zuger Stadtarchivar lic. phil. Thomas Glauser wagt sich in seinem Referat «Herrschaft» am 23. April an den ur-schweizerischen Konflikt zwischen den Eidgenossen und der Habsburger Herrschaft. Rückblickend in die Zeit von 1352–1415 entführt er Hörer und Hörerinnen in die Belagerung der Stadt Zug, welche durch diesen Konflikt in Schutt und Asche gelegt wurde. Zentral ist dabei die Frage: Wer konnte seine Herrschaft unter welchen Mitteln durchsetzen?
Sportwahn?
Sportlich geht es nicht nur an Olympia zu und her, sondern auch im Mittelalter! Prof. Dr. phil. Michael Jucker der Universität Luzern zeigt in seinem Referat am 28. Mai auf, dass es durchaus auch sportliche Recken und Maiden gab. Obwohl man von «Sport» erst ab dem 19. Jahrhundert sprach, verweisen Bild- und Schriftquellen aus der alten Eidgenossenschaft auf sportliche Aktivität der mittelalterlichen Männer und auch Frauen hin.
Frommer Glauben
Das letzte Referat beweist: Glauben gab es nicht nur in der Kirche – Einritzungen, Deponierungen und Bemalungen auf Holzbauten in der Zentralschweiz geben der Bauforscherin Ulrike Gollnick M.A. Einblick in die Verflechtung von christlichem und regional geprägtem Volksglauben. Das Referat am 11. Juni bildet den Abschluss dieser wissenschaftlichen Veranstaltungsreihe und gibt Einblick in eine Glaubenswelt ausserhalb der katholischen Kirche.
Weitere Informationen und Online-Tickets zu den einzelnen Angeboten sind unter www.burgzug.cherhältlich.Die Referate finden jeweils um 19 Uhr im Dachraum der Bibliothek Zug statt, und der Eintritt ist frei. Die Platzzahl ist beschränkt. Eine Reservation via Online-Ticket ist empfohlen. Resttickets sind an der Abendkasse erhältlich.

