Schüler-Fussballfest vor den Sommerferien

  01.07.2026 Sport

Am Samstag, 20. Juni stand die Sportanlage Lättich ganz im Zeichen des Fussballs. Beim traditionellen Schülerfussballturnier kämpften rund 900 Kinder und Jugendliche in insgesamt 87 Mannschaften um Tore, Siege und Pokale.

RAHEL HEGGLIN

Das Turnier zählt seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Anlässen im Schuljahr und lockte auch dieses Jahr zahlreiche Eltern, Lehrpersonen und Fussballbegeisterte auf die Sportanlage. Bereits um 7.30 Uhr wurde auf den acht Spielfeldern angepfiffen. Vier Felder auf dem Naturund vier auf dem Kunstrasen ermöglichten einen reibungslosen Ablauf des dicht gedrängten Spielprogramms. Gespielt wurde in verschiedenen Kategorien von der 3. Primarklasse bis zur 3. Oberstufe, unterteilt in 58 Knaben- und 29 Mädchenmannschaften. Bei den Oberstufenmädchen zeigen sich aber seit einigen Jahren rückläufige Anmeldezahlen. «Deshalb werden die Mädchen der verschiedenen Oberstufenklassen teilweise gemeinsam in einer Kategorie geführt», erklärte Marc Noser, Koordinator des Schülerfussballturniers.

Tradition mit grossem Stellenwert
Die Verantwortlichen freuen sich, dass der Anlass auch nach so vielen Jahren nichts von seiner Attraktivität eingebüsst hat. «Der Stellenwert von Pokalen und Medaillen ist bei den Schülerinnen und Schülern nach wie vor hoch», so Noser. Entsprechend gross waren die Emotionen bei den Finalspielen und den anschliessenden Rangverkündigungen.

Ein besonderer Höhepunkt war auch der T-Shirt-Wettbewerb. Insgesamt 17 Mannschaften reichten ihre selbst gestalteten Trikots ein, wobei die drei Siegerteams mit Gutscheinen für den «Freiruum» beschenkt wurden. «Damit möchten wir den Kindern ermöglichen, auch nach dem Turnier gemeinsam Zeit zu verbringen und das Teamgefühl weiter zu stärken», erklärt Noser. Den Sieg im diesjährigen T-Shirt-Wettbewerb sicherte sich die Mädchenmannschaft aus der Primarstufe mit dem Namen «wunderbaar».

Heisse Temperaturen, friedliche Stimmung
Die hochsommerlichen Temperaturen stellten Organisatoren, Betreuer und Teilnehmende vor zusätzliche Herausforderungen. Die Samariter mussten aber hauptsächlich kleinere Verletzungen oder hitzebedingtes Unwohlsein behandeln. «Ein Kind wurde jedoch vorsorglich wegen einer Knieverletzung zur Abklärung ins Spital gebracht», so der Koordinator des Schülerfussballturniers. Trotz dieser Zwischenfälle sprechen die Verantwortlichen einmal mehr von einem gelungenen und friedlichen Turnier mit vielen zufriedenen Kindern.

Digitale Zukunft bleibt ein Thema
Anders als erhofft, mussten jedoch die Resultate in diesem Jahr wieder analog respektive via aufgehängter Zettel verkündet werden. Im vergangenen Jahr waren vereinzelte Resultate mittels QR-Code publiziert worden. Obwohl die Rückmeldungen darauf positiv waren, konnte der Testlauf von 2025 nicht in dieses Jahr übertragen werden. «Die technische Umsetzung aufgrund der unterschiedlichen Gruppengrössen und Kategorien hat sich als komplexer herausgestellt als ursprünglich erwartet», erklärte Noser und bekräftigte, dass die Verantwortlichen weiterhin an einer Lösung arbeiten, damit die Zuschauenden künftig die Ranglisten und Resultate direkt auf dem Smartphone verfolgen können.

Besonderer Gast bei der Rangverkündigung
Für einen speziellen Moment sorgte am Ende des Turniers die Zuger Nationalspielerin Lia Kamber. Die 20-Jährige unterstützte die Rangverkündigung und überreichte den Kindern die Medaillen und Pokale. «Für viele war die Begegnung mit ihr ein unvergessliches Erlebnis und ein würdiger Abschluss eines langen Turniertages», freute sich Noser.

Nach dem erfolgreichen Turnier richten die Organisatoren ihren Blick bereits auf die nächste Austragung. Am 26. Juni 2027 wird Baar wieder ganz im Zeichen des Schülerfussballs stehen.


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