Wenig Ersparnis, grosser Schaden – Nein zur Halbierungsinitiative

  11.02.2026 Leserbriefe

Die Halbierungsinitiative verkauft einen Rabatt, liefert aber einen Qualitätseinbruch. Für einen kleinen Spareffekt riskieren wir einen massiven Leistungsabbau beim medialen Service Public – ausgerechnet in einer Zeit, in der Fake News boomt.

Die Schweiz lebt von direkter Demokratie. Wer abstimmt, braucht verlässliche Informationen, nicht Desinformation und Empörungswellen. Die Halbierungsinitiative schwächt genau diejenige Infrastruktur, welche Einordnung, Recherche und Faktenchecks ermöglicht.

Kurzsichtig ist auch der Angriff auf Regionales und den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen: Die Schweiz funktioniert als Willensnation, wo alle Regionen Zugang zu qualitativ guter Information haben. Wo Informationen zwischen den Sprachregionen fliessen. Die Budgetkürzung der Halbierungsinitiative sticht diesen Service Public ins Herz.

Die Halbierungsinitiative schwächt zudem die Sportberichterstattung, Schweizer Kultur und kreative Branchen. Sie bedeutet weniger Schweizer Sport, besonders Nischensport sowie Frauen- und Nachwuchssport.

Weniger Mittel für Schweizer Produktionen, weniger Sichtbarkeit für Künstler und Musikerinnen, weniger Jobs in der ganzen Branche.

Kurz: Die Halbierungsinitiative bedeutet wenig Ersparnis, dafür ein breiter Kahlschlag und mehr Fake News. Deshalb Nein zur Halbierungsinitiative am 8. März 2026. Nein zu wenig Ersparnis und grossem Schaden.

Tabea Zimmermann, Kantonsrätin


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